Gesund abnehmen – Das Experiment: Geht doch!

Nachdem die ersten anderthalb Monate gerade mal ein Kilo gepurzelt ist, kommt nur zwei Wochen später gleich noch eins dazu.

Mein Körper verändert sich – diesen Satz geben wohl nur Pubertierende, Schwangere oder Leute im Fitnesswahn von sich. Ich gehöre dazu. Nein, schwanger bin ich nicht und mit 31 Jahren auch gerade so aus der Phase des Heranwachsens heraus. Aber ich mache weiterhin fleißig mein (echt anstrengendes) Workout “30 Day Shred” und das vier bis fünf Mal die Woche. Beim Essen passe ich nach wie vor ein bisschen auf, bin aber alles andere als streng mit mir.
Trotzdem zeigen sich meine Anstrengungen auf der Waage: Insgesamt sind es zwei Kilo weniger. Gleichzeitig habe ich mehr Muskeln aufgebaut (ich habe es leider verpennt, am Anfang die Muskel- und Fettverteilung zu messen und bleibe euch den Beweis daher schuldig), habe fünf Zentimeter am Bauch und zwei bis drei an der Taille verloren. Geht doch!
Allerdings hege ich den Verdacht, dass diese Veränderungen – so real sie sind – nur mir selbst auffallen… Zwar meinte ein Kollege letztens, ob ich abgenommen hätte – aber das war direkt nach einer Magenverstimmung, die mir ein eintägiges Nullfasten und kurzfristiges Gewichtstief beschert hatte. Seitdem sind die Wasser- und Kohlenhydratspeicher wieder spürbar aufgefüllt.

Daran merkt man wieder, dass es letztlich nur auf das eigene Körpergefühl ankommt: Idealmaße sind vollkommen nachrangig, man muss sich einfach wohlfühlen. Und ich fühle mich gerade richtig wohl!

Gesund abnehmen: Wie schnell geht’s? Das Experiment – Teil 2

Ich habe euch versprochen, euch bezüglich meines Abnehm-Vorhabens auf dem Laufenden zu halten. Damit habe ich mir anderthalb Monate Zeit gelassen. Aus einem einfachen Grund: Ich habe euch leider nicht viel zu berichten!

Auf dem Sporttrip: Was ich für mein Workout brauche. © Silke Stadler

Auf dem Sporttrip: Was ich für mein Workout brauche. © Silke Stadler

Ich halte mich noch immer im Großen und Ganzen an meine Regeln – natürlich gibt es Ausrutscher, aber die habe ich mir von vorneherein eingeräumt. Ich treibe fünfmal die Woche Sport – und nicht mal eben eine halbe Stunde Joggen oder Schwimmen. Ich habe ein HIIT-Workout (Hochintensives Intervalltraining) von US-Promicoach Jillian Michaels entdeckt, das ich zu Hause absolvieren kann. Falls ihr euch auch dafür interessiert: Den ersten Teil des “30 Day Shred” gibt es kostenlos im Netz. Das Training nimmt zwar nicht einmal 30 Minuten in Anspruch, bringt mich aber an meine körperlichen Grenzen.

Was hat sich getan?

Wenig. Und gleichzeitig viel. Klingt paradox, und so richtig verstehe ich es auch nicht. Zunächst einmal zum Gewicht: Ich habe seit meinem „Schockerlebnis“ auf der Waage im März etwa ein Kilo Gewicht verloren. Nicht besonders viel, wie ich finde. Schließlich bin ich damit immer noch nicht bei meinem jahrzehntelangen Normalgewicht.

Gleichzeitig sorgt das Training für ein unglaublich tolles Körpergefühl: Ich fühle mich schlanker, straffer und muskulöser. Das zeigt auch das Maßband: Mein Taillenumfang ist um etwa drei Zentimeter geschrumpft, mein Bauchumfang um etwa zwei Zentimeter. Das macht sich dann schon bemerkbar: Der Gürtel kann etwas enger geschnallt werden und die Oberteile fallen lockerer.

Dass das Gewicht nicht so richtig mitzieht, liegt vermutlich einerseits daran, dass ich mich beim Essen nicht krass einschränke – das war ja auch mein Plan. Man muss sich das mal bewusst machen: Wenn man täglich nur 200 Kilokalorien einspart, braucht man 35 Tage, um ein Kilo Fett abzuspecken (ein Kilo Fett schmilzt, wenn insgesamt 7.000 Kilokalorien eingespart werden).

Zweitens hat es sicher auch etwas damit zu tun, dass ich Muskeln aufbaue durch das intensive Workout (über das ich euch in den kommenden Wochen in meiner „Ausprobiert“-Kolumne mehr berichten werde).

Fazit:

Schnelle Gewichtsverluste bekommt man mit meinem moderaten Diätplan, dafür heftigen Sportprogramm leider nicht hin. Aber durch das Workout ist das Körpergefühl im Nullkommanix um ein Vielfaches besser! To be continued.