Sind Essiggurken eigentlich gesund?

Nicht nur Klischee-Schwangere haben Heißhunger auf Essiggurken. Auch mich erwischt es manchmal. Dabei stelle ich mir öfter die Frage, ob Essiggurken eigentlich ein gesundes Gelüst sind (Gurken!) oder nicht (Zucker, Salz)?

Essiggurken haben wenig Kalorien und Fett, dafür enthalten sie aber Zucker und Salz. © Silke Stadler

Essiggurken haben wenig Kalorien und Fett, dafür enthalten sie aber Zucker und Salz. © Silke Stadler

Ihr werdet euch darüber vielleicht noch nie Gedanken gemacht haben, vielleicht denkt ihr eben einfach nicht – wie ich – bei fast allem, was ihr euch in den Mund steckt, über dessen Nährwert nach. Ich mache das ganz automatisch, im Kopf werden Lebensmittel dann in die Kategorien gesund (man darf zulangen) und nicht so gesund (darf man sich gönnen, aber nicht zu oft) eingeordnet.

Wie ist das bei Essiggurken? Hier war ich unsicher. Früher bin ich davon ausgegangen, dass Essiggurken gesund sein müssten, da es ja einfach Gurken eingelegt in Essig sind. So einfach ist es aber nur auf den ersten Blick.

Wenig Fett und Kalorien, dafür Zucker und Salz

Wenn man sich den Fettgehalt von Essiggurken anschaut, machen sie in der Tat einen guten Eindruck: 0,2 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Essiggurken. Das ist extrem wenig.

Allerdings enthalten 100 Gramm (das sind etwa 5 mittelgroße Gürkchen) auch Zucker. Immerhin 5,4 Gramm (je nach Hersteller), die der ganz normalen Gurke natürlich komplett fehlen.

Das schlägt sich trotzdem nicht gravierend auf die Kalorienbilanz aus: In meinem Beispiel haben die Cornichons nur 31 Kilokalorien pro 100 Gramm, weil sie viel Wasser enthalten. Das sind zwar doppelt so viele wie bei der ganz normalen Gurke, aber trotzdem wenig (100 Gramm Apfel haben zum Beispiel 54 kcal).

Problematischer ist dagegen das Salz. Gesunde Erwachsene sollten am Tag nicht mehr als 6 Gramm Salz verzehren, rät die DGE. 5 Gurken enthalten 1,3 Gramm Salz, also bereits mehr als ein Fünftel des Tagesbedarfs.

Ich finde Essiggurken trotzdem super, nicht nur als Beilage, sondern gerade als Snack: Immerhin schneiden andere salzige Leckereien wie Chips schlechter ab, was Fett, Kalorien und Salz angeht und enthalten meist mehr Zusatzstoffe wie Glutamat.

Rezept auf gesund gemacht: Pasta mit Zitronen-Chili-Sauce und Garnelen

Was macht dieses Rezept so gesund?

  • Üblicherweise wird für dieses Gericht Sahne verwendet, wir verwenden Magerquark – und sparen so 545,2 kcal und 59,82 Gramm Fett!
Gesundes Rezept: Pasta mit Zitronen-Chili-Sauce und Garnelen  © Silke Stadler

Gesundes Rezept: Pasta mit Zitronen-Chili-Sauce und Garnelen
© Silke Stadler

Für zwei Personen (gute Esser), ergibt also etwa 4 kleine Portionen

Das braucht ihr:

  • 500 Gramm Nudeln, z.B. Fettucchine (gerne Bio)
  • 300 Gramm Garnelen
  • Saft von 2 Bio-Zitronen plus Abrieb
  • 60 Gramm (2 EL) Magerquark
  • 1 EL Mehl
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 EL Gemüsebrühe-Pulver Bio
  • 250 ml plus 2 EL Wasser
  • Frische Petersilie (Menge nach Belieben, ich mag gerne viel)
  • 0,5 Chilischoten getrocknet, gehackt (die getrockneten sind meiner Ansicht nach um einiges schärfer)
  • 40 gr geriebenen Parmesan
  • 10 Gramm Butter
  • 1 Schuss Weißwein

So geht’s:

  • Nudeln wie gewohnt kochen
  • Bio-Zitronen waschen, Schale abreiben und Zitronenhälften auspressen
  • Parmesan reiben, Chili klein hacken, Frühlingszwiebeln klein schneiden
  • Gemüsebrühe-Pulver mit 250 ml Wasser verquirlen
  • Mehl mit 2 EL Wasser verquirlen
  • Butter in Pfanne anschwitzen
  • Frühlingszwiebeln anbraten, dann mit Zucker karamellisieren
  • Garnelen zugeben und anbraten bis sie rosa sind
  • mit einem Schuss Weißwein ablöschen und weiterbraten, bis der Weißwein reduziert ist
  • Hitze etwas reduzieren
  • Zitronensaft, Zitronenabrieb und Gemüsebrühe zugeben
  • Magerquark zugeben und gut mit dem Schneebesen verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind
  • gehackte Chili und geriebenen Parmesan zugeben, rühren bis Parmesan geschmolzen ist
  • mit Mehl-Wasser-Mischung verdicken, hierzu gut verrühren und kurz aufkochen lassen
  • Frische Petersilie zugeben
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • Die Nudeln in die Soße geben, zusammen auf einen Teller geben und servieren, nach Belieben mit frischem Pfeffer verfeinern

*Üblicherweise wird für dieses Gericht ein Becher Sahne à 200 Gramm verwendet (bei manchen Rezepten sogar zwei). Ein Becher hat je nach Hersteller etwa 586 kcal und 60 Gramm Fett. 60 Gramm Magerquark haben hingegen etwa 40,8 kcal und 0,18 Gramm Fett.