Woher kommt der Heißhunger nach dem Mittagsschlaf?

Kennt ihr das? Ihr legt euch am Wochenende nachmittags kurz aufs Ohr und wenn ihr aufwacht, habt ihr Heißhunger auf Süßes, Fettiges oder Salziges? Woher die Essenslust nach dem Mittagsschlaf kommt und ob man ihr nachgeben sollte.

Heißhunger auf Süßes

Lust auf Süßes: Nach dem Mittagsschlaf schlägt mein Heißhunger besonders gerne zu.
© Silke Stadler

Das Nickerchen nach dem Mittagessen oder – mein Favorit – spätnachmittags am Wochenende scheint die Gemüter zu spalten: Die einen schwören drauf und fühlen sich danach fitter und voll Energie. Andere sind nach einem Schläfchen wie erschlagen und brauchen ein bisschen, bis sie danach wieder in Schwung kommen. Ich gehöre leider zur zweiten Fraktion. Deshalb auf das Nickerchen verzichten? Niemals! Schließlich gibt es den klugen Ratschlag (oder bilde ich ihn mir nur ein?): Wenn du müde bist, dann schlafe.

Heißhunger befällt mich vor allem in zwei Situationen

Nach dem gleichen Motto gestalte ich übrigens meine Mahlzeiten: Wenn ich Hunger habe, esse ich. Wie sieht es aber mit reinem Heißhunger aus? Meiner stellt sich bei zwei Gelegenheiten besonders gerne ein:

  • in der Arbeit nach dem Mittagessen, wenn ich wieder am Schreibtisch sitze und produktiv sein will, dafür aber eigentlich noch zu voll bin,
  • nach dem halbstündigen Mittags- oder Nachmittagsschläfchen (am Wochenende oder im Urlaub), das mich in der Regel völlig groggy macht.

Der Körper möchte schnelle Energie!

Weil ich mir gerne Gedanken mache über so tiefgreifende Fragen wie: “Woher kommt mein Heißhunger?”, habe ich mir Folgendes zusammengereimt:

Beide Heißhunger-Situationen haben gemeinsam, dass mir gerade Energie fehlt. Zwar habe ich gar keinen echten Hunger, weil ich mittags (meist reichlich) gegessen und meinen Körper mit genügend Energie versorgt habe. Direkt nach dem Mittagessen (die Heißhunger-in-der-Arbeit-Situation) steht diese Energie aber nicht sofort zur Verfügung. Der Körper muss das Essen ja erst verdauen. Und dafür braucht er wiederum Energie. Schnelle Energie! Wonach verlangt er also? Einfache Kohlenhydrate (Zucker!) oder Fette. Erstere sind besonders schnelle Energielieferanten, letztere besonders umfangreich (Fett liefert doppelt so viele Kalorien wie Eiweiß oder Kohlenhydrate).

Nach einem Nickerchen liegt der Fall ähnlich: Man braucht rasch verwertbare Energie, um vom Ruhe- wieder in den Aktivitätsmodus zu kommen.

Heißhunger vergeht von selbst

Sollte man dem Heißhunger daher lieber nachgeben? Ich persönlich bin ja kein Verfechter von strikten Regeln, wenn es ums Essen geht, sondern vertrete nun schon seit einiger Zeit die These, dass man dabei auf den Körper hören soll: Bei Hunger sollte man das essen, worauf man Lust hat. Wie sieht es aber mit Heißhunger aus, der ja eher zu Appetit- statt zur Hungerfraktion gehört?

Schließlich wurde dem Körper in den oben genannten Situationen bereits genügend Energie bereitgestellt. Er “weiß” es vielleicht nur noch nicht, weil er eben auch erst einmal in die Gänge kommen muss (nach dem Nickerchen) oder die Nahrung erst verdauen muss (nach dem Mittagessen). Er “denkt”, er bräuchte neue Energie, aber wenn wir sie ihm zuführen via Schokoriegel und Co. muss er diese ja auch erst einmal aufspalten! Dem Heißhunger nachzugeben, bringt also im Endeffekt nichts außer zusätzliche Verdauungsarbeit und unnötige Kalorien. Sinnvoller und weniger kalorienreich ist ein Stück Traubenzucker, da Glucose nahezu sofort ins Blut und damit ins Gehirn geht.

Aber auch so kapiert der Organismus ziemlich schnell, dass er sowohl nach dem Mittagessen als auch nach dem Mittagsschlaf alles hat, was er braucht. Das merkt man daran, dass der Heißhunger schon nach wenigen Minuten verfliegt, wenn man ihm nicht nachgibt (meistens bin ich aber schneller am Küchenschrank).

Veggie-Schnitzel und Co: Fleischersatzprodukte aus Supermarkt und Discounter?

Fleischersatzprodukte wie vegetarische Schnitzel oder Nuggets gibt es nicht nur im Bioladen, sondern auch im Supermarkt und sogar im Discounter. Ein Verbraucherportal hat deren Auswahl und Preise unter die Lupe genommen. Das Ergebnis hat mich überrascht.

Vegane Fleischersatzprodukte

Sowohl Supermärkte als auch Discounter haben mittlerweile diverse vegane Fleischersatzprodukte im Angebot – die einen mehr, die anderen weniger.
© Verbraucherwelt.de

Das Leben von Vegetariern und Veganern wird zum Glück immer einfacher. Die vegetarische Ernährung ist im Mainstream angekommen. Fleischersatzprodukte richten sich aber auch an Menschen, die ihren Fleischkonsum einschränken möchten. Auch davon gibt es immer mehr.
Während man früher für Bio- und Veggie-Lebensmittel spezielle Bioläden aufsuchen musste, gibt es sie heute an jeder Ecke – nicht zwangsläufig in der gleichen Qualität und Vielfalt. Aber man wird durchaus fündig, wenn man nach Produkten Ausschau hält, die vor nicht allzu langer Zeit als recht exotisch galten: Vegane Schnitzel, Nuggets oder Frikadellen besetzen heute in vielen Supermärkten einen Teil des (Kühl-)Regals.

Trotzdem ist die Vielfalt vielerorts noch ausbaufähig. Wo und welche Preise im Supermarkt und Discounter für Fleischersatzprodukte (Tofu wurde nicht berücksichtigt) verlangt werden, hat sich das Internetportal Verbraucherwelt.de angeschaut und in einer Tabelle zusammengefasst:

Tabelle der Fleischersatzprodukte in Discounter und Supermarkt

Tabelle der Fleischersatzprodukte in Discounter und Supermarkt. © Verbraucherwelt.de

Das Ergebnis überrascht: Der Discounter Netto hat mitunter die größte Auswahl an speziellen veganen und vegetarischen Produkten und liegt damit bei den Billig-Supermärkten vorn: Es gibt sowohl Veggie-Schnitzel, -Bratwurst und -Frikadelle, als auch vegane Pattys und Nuggets.

Damit ziehen nur die großen Supermarktketten gleich, die allerdings deutlich teurer sind. Mit Abstand am meisten gibt man für einen solchen Warenkorb bei Edeka aus. Am kleinsten ist das Angebot an Fleischersatzprodukten beim Discounter Penny.

Hier noch ein paar Tipps, die ich im Bezug auf Fleischersatzprodukte wichtig finde:

  • Fleischersatzprodukte stecken oft voller Fett und Salz, sind also nicht zwangsläufig die gesündere Ernährungsform! Wer den Fleischkonsum einschränken möchte, kann das auch tun, ohne sie eins zu eins mit solchen Produkten zu ersetzen. Einfach mehr pflanzliche Lebensmittel essen!
  • Wenn ihr durch Fleischersatzprodukte der Umwelt etwas Gutes tun wollt, solltet ihr darauf achten, dass Veggie-Produkte bio sind. Soja, die häufige Basis für diese Lebensmittel, ist aus konventionellem Anbau ist Umweltschützern ein Dorn im Auge.

Wer die volle Auswahl an Ersatzprodukten für Vegetarier, Veganer und alle anderen, denen sie einfach schmecken, haben will, sollte meiner Meinung nach weiter zum Bioladen gehen. Da gibt es alle erdenklichen Produkte – wenn auch etwas teurer, aber in Bio-Qualität.

Guten Appetit!

6 neue Frühstücksideen: Pimp your Breakfast

Jeden Tag isst man das Gleiche zum Frühstück. Meistens zumindest. Dabei ist es gar nicht schwer, mit kleinen Variationen den kulinarischen Start in den Tag zu pimpen. Mehraufwand: Null. Hier sind meine sechs Frühstücksideen.

Frühstücksidee 1: Nüsse statt Müsli

Frühstücksidee: Nüsse mit geriebenem Apfel, Joghurt, einem Klecks Aprikosenmarmelade und Amaranth.

Nüsse mit geriebenem Apfel, Joghurt, einem Klecks Aprikosenmarmelade und Amaranth.
© Silke Stadler

Joghurt (l,8 % Fett) mit 1 geriebenem Apfel, Nüssen (Cashew- und Kürbiskerne), Amaranth und einem Klecks Marmelade (Aprikose).

Schmeckt leicht, frisch und eignet sich super, um es schon am Vorabend für den nächsten Tag vorzubereiten.

Frühstücksidee 2: Nussmischung mit Soja-Joghurt

Frühstücksidee: Nüsse mit Banane und Sojajoghurt

Nüsse mit Banane und Sojajoghurt
© Silke Stadler

Verschiedene Sorten Nüsse und Samen mit Banane und Soja-Joghurt mischen. (Hier findet ihr meine Liste mit den besten Obstsorten fürs Müsli.)

Frühstücksidee 3: Porridge mit süßen Schattenmorellen

Frühstücksidee: Porridge mit Schattenmorellen und Trauben.

Porridge mit Schattenmorellen und Trauben.
© Silke Stadler

Porridge (also Haferschleim) mit frischen Trauben und Schattenmorellen:

Zarte Haferflocken ein paar Minuten in heißem Wasser einweichen lassen (wer Milch zu Hause hat, nimmt diese für einen intensiveren Geschmack). Verhältnis Wasser zu Haferflocken nach Belieben wählen – je nachdem welche Konsistenz man mag.

Weintrauben halbieren. Schattenmorellen aus dem Glas und ein bisschen von deren Saft dazu. Weil die Schattenmorellen gezuckert sind und auch Weintrauben recht süß, sollte man auf zusätzlichen Zucker oder Honig verzichten.

Frühstücksidee 4: Reiswaffeln mit Nutella

Frühstücksidee: Reiswaffeln (mit Mais und Hirse) dünn bestrichen mit Nutella.

Reiswaffeln (mit Mais und Hirse) dünn bestrichen mit Nutella.
© Silke Stadler

Gewünschte Anzahl Reiswaffeln (z.B. die mit Mais und Hirse zusätzlich) dünn mit Nutella beschmieren – fertig.

Ein Unding für Gesundheitsfanatiker – aber das ist nicht unser Anspruch. Eignet sich übrigens auch hervorragend als Schokoriegel-Alternative bei Heißhunger, weil man da doch noch einiges an Fett und Zucker spart, aber trotzdem nicht auf den süßen Schokogeschmack verzichten muss.

Frühstücksidee 5: Vollkorntoast mit Cashewmus und Marmelade, mit Sesam bestreut

Frühstücksidee: Vollkorntoast mit Cashewmus statt Butter, Marmelade und Sesam.

Vollkorntoast mit Cashewmus statt Butter, Marmelade und Sesam.
© Silke Stadler

Cashewmus hat (wie alle Nussmuse) weniger Kalorien als Butter und enthält alle guten Inhaltsstoffe der Nüsse wie Proteine, pflanzliches Fett, Vitamine und Mineralstoffe.

Nussmuse eignen sich auch super, um sie ins Müsli oder in den Joghurt zu mischen. Der Geschmack wird insgesamt vollmundiger und nussiger (logisch). Gerade kombiniert mit einer süßen Komponente (Marmelade) ideal!

Frühstücksidee 6: Brot mit Nüssen/Samen pimpen

Frühstücksidee: Marmeladenbrot mit Kürbiskernen und Sesam.

Marmeladenbrot mit Kürbiskernen und Sesam.
© Silke Stadler

Brot Butter und Marmelade, garniert mit Kürbiskernen und Sesam:

Vollkornbrot enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe als Brot aus Auszugsmehl (Weißmehl). Manchmal greife ich aber bewusst zu „normalem“ Brot, auch gerne mal abgepackt, weil es mir einfach gut schmeckt.

Um das schlechte Gewissen (falls man denn eines hat) dann zu befriedigen oder auch einfach, weil es lecker ist, kann man sein stinknormales Brot pimpen – mit Nüssen aller Art.

Die sind komprimierte Gesundheitspakete: Sie haben die höchste Nährwertdichte, also zwar einiges an Kalorien, die dafür aber rundum über gesunde Inhaltsstoffe.

Ich hoffe, ich konnte euch auf neue Ideen bringen. Wie immer gilt: Probiert Neues aus und schaut, was euch schmeckt. Und dann esst einfach das, worauf ihr so richtig Lust habt.

Einen guten Start in den Tag wünsche ich euch. Viel Spaß beim Essen!

Das beste Obst fürs Müsli

Müsli mit leckerem Obst ist für mich das ideale Frühstück: Ich mische meist ein Basismüsli, das sehr wenig Zucker enthält, mit einer anderen Sorte, die etwas süßer sein darf. Neben fettarmer Milch oder Sojamilch darf natürlich auch Obst nicht fehlen. Aber nicht alle Früchte sind dafür geeignet. Meine Top 7 Obstsorten fürs Müsli.

Als Gesundheitsredakteurin für WEB.DE und GMX habe ich vor einigen Wochen mit zwei Kolleginnen ein Video gedreht: So mischt man das perfekte Müsli.

Obst

Nicht jedes Obst eignet sich fürs Müsli. © Silke Stadler

Darin wurde in einer Kameraeinstellung verschiedenes Obst gezeigt, darunter auch eine Kiwi. Ein Nutzer warnte daraufhin in den Kommentaren davor, Kiwis ins Müsli zu mischen. Wenn Milch dazu komme, schmecke sie bitter. Und wisst ihr was? Er hat völlig recht. Auch wir haben die Kiwi für unser Müsli im Video nicht verwendet, sie war eher Deko.

Nicht jedes Obst eignet sich fürs Müsli

Ob bitter oder nicht: So richtig habe ich nie darüber nachgedacht, welches Obst ich morgens in mein Müsli schnipple. Da war durchaus mal eine Kiwi dabei oder auch eine Nektarine. Auch letztere schmeckt mit Milch nicht unbedingt lecker.

Es sind die säurehaltigeren Obstsorten, die nicht ideal mit Milch harmonieren. Daher kann ich Zitrusfrüchte wie Orange, Grapefruit oder Kiwi grundsätzlich nicht im Müsli empfehlen. Geschmäcker sind natürlich verschieden. Aber das hier sind auf jeden Fall meine liebsten Früchte fürs Müsli:

Bananen:

Meine liebsten Früchte fürs Müsli sind Bananen. Wenn ich Bananen pur esse, mag ich sie nicht zu reif, sondern gerade übers grüne Stadium hinaus. Im Müsli ist das ganz anders: Da dürfen sie so richtig schön reif und damit süß sein. Bananen (und übrigens auch Schokolade) enthalten L-Tryptophan, eine Aminosäure, die für die Herstellung des Glückshormons Serotonin notwendig ist.

Daher wird der gelben Frucht auch oft die Eigenschaft, glücklich zu machen, zugeschrieben. Was mich morgens auf jeden Fall glücklich macht: Keine Frucht ist schneller ins Müsli geschnippelt als die Banane.

Erdbeeren:

Erdbeeren gibt es nicht das ganze Jahr über und deshalb schlagen wir bei uns zu Hause im Sommer richtig zu: Dann gibt es jeden Tag Erdbeeren in unterschiedlichsten Aufmachungen, und natürlich auch im Müsli. Je süßer die Beeren sind, desto leckerer! Für mich fühlt sich das jedes Mal nach Luxus an, Erdbeeren sind schließlich nicht die günstigsten Früchte. Aber in Form von gesunden Lebensmitteln darf man sich diesen Luxus ohne schlechtes Gewissen gönnen.

Blaubeeren:

Blaubeeren kommen bei uns ebenfalls oft ins Müsli, weil sie einfach super zu Milch oder Joghurt passen. Genau wie …

Brombeeren:

Wenn sie schön reif sind, sind Brombeeren ideal fürs Müsli. Anderenfalls sind sie noch zu sauer und harmonieren daher leider nicht so gut mit Milch.

Himbeeren:

Ja, auch Himbeeren schmecken prima im Müsli. Weil sie meine absoluten Lieblingsfrüchte sind, nasche ich persönlich sie allerdings lieber pur. Wer jetzt denkt, dass sämtliche Beeren die ideale Zutat sind, irrt: Johannisbeeren und andere saure Beeren schmecken aus genannten Gründen nicht so gut mit Cerealien in Milch.

Äpfel:

Äpfel gehen im Müsli geschmacklich fast ein bisschen unter. Trotzdem sind sie nach Bananen und Beeren meine liebste Obstsorte fürs Müsli, weil sie durch ihre gute Lagerfähigkeit fast immer verfügbar und leicht zu verarbeiten sind.

Trockenobst wie Aprikosen, Pflaumen, Rosinen:

Trockenfrüchte sind generell viel süßer als ihre frischen Äquivalente, weil ihnen das Wasser entzogen wurde und ihre weiteren Inhaltsstoffe daher sehr viel stärker zu Geltung kommen. Durch die Süße harmonieren sie perfekt mit Milch und Joghurt. Rosinen sind in vielen Fertig-Mischungen ja ohnehin Standard. Ich persönlich kann auch klein gehackte Aprikosen sehr empfehlen.

Also: Guten Appetit beim nächsten Frühstück.

Auf den Verzicht verzichten: Schluss mit der Verteufelung von Gluten, Kohlenhydraten, Laktose und Co.

“Frei von”-Produkte boomen. Dabei haben die wenigsten Käufer den Verzicht auf Gluten, Laktose und Co. wirklich nötig. Sie sind ganz einfach einer Illusion erlegen.

Dass bestimmte Lebensmittel gesund oder gesünder machen, konnte bisher nicht eindeutig bewiesen werden. Wohl aber weiß man, dass in manchen Lebensmitteln besonders viele Nährstoffe enthalten sind, die der Körper braucht.

Känguru-Burger auf der Grünen Woche 2015 in Berlin

Känguru-Burger auf der Grünen Woche im Januar 2015 in Berlin: Enthält alles, worauf viele heutzutage verzichten möchten.

Man kann den Körper durch die Ernährung also nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen – und das gelingt am allerbesten, indem man sich der breiten Palette der Lebensmittelvielfalt bedient.

Immer wieder lausche ich Gesprächen (oder führe solche), in denen Sätze fallen wie: Ich versuche derzeit auf Kohlenhydrate zu verzichten. Oder: Ich möchte Milch mal eine Zeit lang meiden.

“frei von” ist gesünder? Quatsch

Eine Angst vor Unverträglichkeiten geht um, und damit auch eine grassierende Verzichtskultur. Wie schade! Denn nur wenige haben den Verzicht wirklich nötig.

Ich muss zugeben, dass auch ich schon verschiedene solcher Phasen durchlebt habe. Ich habe schon auf Fleisch und Fisch (nur kurz), auf Milch und Eier (sehr kurz) oder auf glutenhaltige Lebensmittel (zwei Tage lang) verzichtet. Auch ich war der Illusion erlegen, dass „frei von“-Ernährung grundsätzlich irgendwie die gesündere sei. Quatsch.

Manche Menschen haben natürlich nicht die Wahl – und zwar diejenigen, die von diesen Lebensmittel richtiggehend krank werden, wie Laktoseintolerante, Zöliakie-Patienten oder Betroffene von Morbus Crohn. Sie MÜSSEN verzichten.

Die wenigsten haben Verzicht nötig – geschweige denn einen Nutzen davon

Sie dürften allerdings den kleinsten Teil der Käufer von „frei von“-Produkten ausmachen. Alle anderen verzichten freiwillig – ohne irgendeinen Nutzen davon zu haben. Verrückt eigentlich.

Es gibt eine breite Auswahl an Nahrungsmitteln, die alle ihre Vorteile haben – je nachdem, in welchen Maßen und aus welchen Gründen sie gegessen werden.

Kohlenhydrate aus Vollkorn sind deswegen zu empfehlen, weil sie über die hochwertigste Form von Ballaststoffen verfügen, bei vielen Menschen die Verdauung positiv beeinflussen, zahlreiche Vitamine haben und lange satt machen.

Milch ist trotz gegenteiliger Propaganda kein „Gift“, sondern enthält unter anderem Eiweiß in einer hohen biologischen Wertigkeit, kann also vom Körper sehr gut zum Aufbau von körpereigenen Substanzen verwendet werden. Ebenso übrigens Sojamilch.

Andere Milchalternativen, die man heute in jedem Bio- und in den meisten Supermärkten angeboten bekommt, haben dagegen eine schlechtere biologische Wertigkeit. Wenn sie trotzdem schmecken: Na dann muss man auch auf sie nicht verzichten!

Verzicht basiert oft auf Unwissenheit

Denn eine möglichst breite Palette an Lebensmitteln garantiert, dass man sich mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

Versteht mich nicht falsch: Verzicht ist in Ordnung – wenn man vernünftige Motive dafür hat. Wenn man kein Fleisch isst, weil man es ablehnt, dass Tiere dafür sterben, ist das eine rational völlig vertretbare Einstellung.

Wenn man aber denkt, man müsse auf Müsli, Nudeln oder Vollkornbrot verzichten, weil Gluten ungesund ist und/oder dick macht, dann basiert das auf Unwissenheit – und ist damit völlig umsonst. Ist doch schade oder?

Also: Erfreut euch an unseren tollen, vielen, bunten Lebensmitteln! Genießt die ganze Vielfalt! Hört dabei auf euren Körper: Was würde ER gerne essen?

Und verzichtet einfach mal wieder auf den Verzicht.

Skyr: Wunder-Quark aus Island?

Ich bin derzeit auf Island, genauer gesagt in der Hauptstadt Reykjavik. Was einem hier – neben Schafskopf, den ich zugegebenermaßen noch nicht probiert habe – dringend ans Herz gelegt wird, ist Skyr. Mehrfach wurde mir dieses traditionelle Milchprodukt als Wundermittel für ein langes Leben und als Geheimnis für die Gesundheit der Isländer beschrieben. Was ist da dran?

Skyr wird gerne mit Früchten gegessen. © Silke Stadler

Skyr wird gerne mit Früchten gegessen. © Silke Stadler

Skyr ist eine Art Quark und wird aus entrahmter Milch (heute meist von der Kuh, früher auch vom Schaf) hergestellt. Das Besondere: Er hat einen verschwindend geringen Fettgehalt (0,2 Prozent) und gleicht generell in seiner Nährstoffzusammensetzung unserem Magerquark. Gleichzeitig ist er aber sehr dick und cremig – vergleichbar mit der Konsistenz eines eher fettreichen Quarks oder Joghurts.
Skyr gibt es hier in allen möglichen Varianten, zum Beispiel mit Blaubeer- oder Vanillegeschmack – oder einfach pur. Er schmeckt deutlich kräftiger, als wir es von unserem Quark oder Joghurt gewohnt sind.

Der Legende nach soll der Skyr vor etwa 1.100 Jahren von den Wikingern auf die Insel mitgebracht worden sein. Seither entpuppte er sich zum bedeutenden Nahrungsmittel. Früher stellte jeder Hof seinen eigenen Skyr her. Heute wird er überwiegend in Selfoss, einer Stadt nahe Reykjavik, produziert.

Ist Skyr gesünder als Quark und Joghurt?

Die Isländer promoten ihren Skyr als einen wahren Wunder-Quark: Er soll dafür verantwortlich sein, dass die Isländer das Volk mit der längsten Lebenserwartung in Europa sind.

Dermaßen überbewerten würde ich den Skyr nicht. Meiner Einschätzung nach mögen die Isländer einfach gerne Superlative – und wenn es zusätzlich hilft, Touristen zu beeindrucken, umso besser. Im Grunde ist Skyr vergleichbar mit Magerquark. Er enthält aber immerhin ein Fünftel mehr Kalzium. Man muss allerdings einräumen, dass im bei uns verbreiteten Joghurt immer noch deutlich mehr Kalzium steckt. (Hier geht’s zu meinem Nährstoff-Vergleich zwischen Quark und Joghurt).

Ich finde, Skyr ist eine tolle, wenn auch vielleicht nicht perfekte Mischung aus Magerquark und Joghurt: Kalziumreich und fettarm, aber gleichzeitig schön dick und cremig.

Am Ende sollte – wie so oft – der Geschmack entscheiden, zu welchem Milchprodukt man greift. Wer Skyr genießen möchte, muss sich übrigens nicht unbedingt nach Island begeben. Mittlerweile wird das Traditionsprodukt auch exportiert, zum Beispiel in die Schweiz. In Deutschland bekommt man ihn eher über eine Bestellung im Internet. (Update 2016: Mittlerweile gibt es mehrere Milchprodukte-Hersteller in Deutschland, die Skyr ins Sortiment aufgenommen haben.)

Vegetarier müssen beim Skyr aufpassen

Vorsicht Vegetarier: Bei der Herstellung sowohl von Quark als auch von Skyr wird Lab verwendet. Ob dieses tierischen Ursprungs (aus den Mägen geschlachteter Kälber) ist oder mikrobiell erzeugt wurde, weiß nur der Hersteller, da Lab als Hilfsstoff klassifiziert wird und daher nicht gekennzeichnet werden muss.

Eine Liste der Herkunft des verwendeten Labs in gängigen Käse- und Quarkprodukten findet ihr übrigens hier: https://vebu.de/attachments/Labliste.pdf

Känguru-Steak und Kalorien pur: Eindrücke von der Grünen Woche 2015

Zum ersten Mal habe ich Gelegenheit, die Internationale Grüne Woche in Berlin zu besuchen. Für jemanden, der sich beruflich hauptsächlich für Gesundheit und Ernährung interessiert und privat nichts lieber tut als essen, ist das reichlich spät. Wem es bei letzterem Punkt ähnlich geht, dem sei ein Besuch der Messe im nächsten Jahr wärmstens ans Herz gelegt.

Eine Kollegin warnte mich noch: Sie sei vor Jahren auf der Grünen Messe gewesen, der Pressebereich sei armselig und zu essen gebe es auch nichts. Sie sei fast verhungert! Nun… das kann ich wirklich nicht bestätigen. Der Trick ist: Wenn der Magen grummelt, sollte man sich nur auf diejenigen Hallen konzentrieren, die mit dem drögen Namen “Ernährungswirtschaft international” gekennzeichnet sind.

Hier ein paar Eindrücke aus nicht einmal der Hälfte der insgesamt 25 Hallen:

 

Ist Salat wirklich so gesund? Der Nährstoff-Vergleich

Wir essen Salat, weil er gesund ist. Aber stimmt das überhaupt? Salat besteht meist zu über 95 Prozent aus Wasser, soll dafür aber mit Unmengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen punkten. Doch nicht jede Sorte schneidet in dieser Hinsicht besonders gut ab.

Vor ein paar Jahren geisterte ein Zitat von Udo Pollmer, des Enfant terrible unter den Ernährungsexperten, durch die Medien: Salat habe die „Ernährungsphysiologie eines Papiertaschentuchs mit einem Glas stillen Wasser“. Sein Vergleich ist übertrieben, aber völlig Unrecht hat der wohl bekannteste Lebensmittelchemiker Deutschlands nicht. Der Nährstoffgehalt in Salat wird häufig überschätzt. Ich habe mir die gängigsten Sorten einmal genauer angeschaut. Was steckt wirklich drin?

Kopfsalat

Kopfsalat besteht zu 95 Prozent aus Wasser und hat mit 11 Kilokalorien den geringsten Energiegehalt unter den verglichenen Sorten. Dafür fällt er auch nicht allzu sehr ins Gewicht, wenn es um Nährstoffe geht: Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist unauffällig. Allein mit Vitamin K kann Kopfsalat punkten: 100 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen locker.

Eisbergsalat

Eisbergsalat hat mit 13 Kilokalorien pro 100 g ebenfalls einen extrem niedrigen Energiegehalt. Bei den Vitaminen sticht die Sorte mit einem hohen Anteil an ß-Carotin hervor, einem Provitamin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Auch der Fluoridgehalt liegt mit 100 µg pro 100 g höher als bei manch anderen Salatsorten. Allerdings müsste man schon sehr viel Eisbergsalat essen, um auf die empfohlenen 3,8 mg (Männer) bzw. 3,1 mg (Frauen) Fluroid täglich zu kommen.

Feldsalat

Feldsalat hängt andere Sorten ab, was bestimmte Nährstoffe betrifft: Er enthält verhältnismäßig viel Eiweiß, Folsäure, Vitamin C und Fluorid. Auch verfügt er über mehr gesunde Ballaststoffe als Kopf- und Eisbergsalat – mit 1,8 g pro 100 g werden die empfohlenen 30 g pro Tag jedoch lange nicht erreicht. Feldsalat ist auch Spitzenreiter was den Gehalt an ß-Carotin angeht. Außerdem verfügt er über nennenswerte Mengen des Mengenelements Kalium: 100 g Feldsalat decken ein Fünftel des Tagesbedarfs von 2 g.

Radiccio

Der rot-violette Radiccio hat einen hohen Anteil an Sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend wirken und vor Krebs schützen sollen. Die Sekundären Pflanzenstoffe im Radiccio gehören zur Gruppe der Flavonoide, die verantwortlich sind für die rote, blaue, hellgelbe und violette Farbe von Obst und Gemüse. Allerdings besitzt er mit 800 µg pro 100 g vergleichsweise wenig ß-Carotin. Auch der Anteil anderer Nährstoffe ist eher unauffällig. Mit 28 mg pro 100 g hat er immerhin mehr Vitamin C als Chicorée, der gemeinhin völlig überschätzt wird.

Chicoree

Chicorée wird hochgelobt, was seinen Nährstoffgehalt angeht. Es heißt, er sei besonders reich an den Vitaminen B1, B2 und C sowie an ß-Carotin. Bei genauerer Betrachtung stellt sich das jedoch als Mythos heraus. Es stimmt zwar, dass er mit mehr als 3.400 µg pro 100 g viel ß-Carotin besitzt. Doch bei den B-Vitaminen punktet er nur beim Biotin (auch Vitamin B7 genannt) und bei der Pantothensäure (Vitamin B5). Außerdem enthält er vergleichsweise viele Kohlenhydrate, die mit 2,4 g pro 100 g dennoch kaum nennenswert sind.

Endivie

Endiviensalat sticht mit seinem Gehalt an Pantothensäure, Folsäure und Vitamin E positiv hervor. Bei den Mineralstoffen glänzt er mit relativ viel Eisen und Zink und enthält viel Natrium und Phosphor, die wir aber ohnehin ausreichend bis übermäßig aufnehmen. Die Endivie enthält außerdem am meisten Ballaststoffe unter den verglichenen Salatsorten.

Rucola

Rucola ist ein Salat der Superlative: Er weist von den hier aufgeführten Sorten den höchsten Anteil an Mineralstoffen auf und punktet dabei vor allem mit einem hohen Gehalt an den Mangelmineralien Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und Kalium. Mit 91,5 Prozent hat Rucola den niedrigsten Wassergehalt und liefert mit 27 Kilokalorien pro 100 g am meisten Energie. Gleichzeitig besitzt er den höchsten Anteil an Eiweiß sowie an den Vitaminen E, B2, B3 und Vitamin K.

Fazit

Salat hat durchaus mehr zu bieten als ein Papiertaschentuch mit einem Glas Wasser. Doch im Vergleich zu anderen Gemüsesorten fällt der Nährstoffgehalt teilweise tatsächlich gering aus. Um als Salatliebhaber trotzdem genügend Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen, ein simpler Ratschlag:  Man schnippelt zusätzlich verschiedenes Gemüse in den Salat.

Quelle für Nährstoffangaben: DEBInet

Quark oder Joghurt: Was ist gesünder?

Wie Quark und Joghurt schmecken, weiß jeder und eines von beiden haben wir vermutlich alle im Kühlschrank. Doch welches Milchprodukt ist eigentlich gesünder?

Ich war immer Joghurt-Fan, aber seit kurzem bin ich süchtig nach Quark. Im Frühstücksmüsli, mit Früchten fürs Dessert oder statt Sahne zum Kochen: Quark hat den Joghurt aus meinem Kühlschrank verdrängt. Ich glaube, das wird sich auch nicht so schnell wieder ändern. Trotzdem interessiert mich, was Joghurt und Quark überhaupt unterscheidet.

Im Quark steckt mehr Eiweiß

Ich habe zwei Produkte aus dem Bioladen gekauft und die Nährwertangaben pro 100 Gramm verglichen:

“dennree Magerquark” “dennree fettarmer Joghurt mild”
Brennwert 69 kcal 57 kcal
Fett 0,2 g 1,7 g
Kohlenhydrate (Zucker) 4,1 g 4,6 g
Eiweiß 12,2 g 5,2 g
Salz < 0,1 g 0,2 g

Der Magerquark hat zwar geringfügig mehr Kalorien, in diesem Produktbeispiel aber weniger Fett und mehr als doppelt so viel Eiweiß. Außerdem macht Quark aufgrund seiner festeren Konsistenz länger satt, da der flüssigere Joghurt den Magen schneller passiert.

Joghurt ist der bessere Kalziumspender

Hinsichtlich der Hauptnährstoffe macht Quark auf mich also einen etwas besseren Eindruck. Wenn man sich aber die Mineralstoffe anschaut*, sieht die Sache wieder anders aus: Joghurt enthält deutlich mehr Kalium und etwa ein Viertel mehr Kalzium als Quark. Außerdem hat Quark anderthalb mal so viel Phosphor. Darüber ob ein Lebensmittel ein Kalziumlieferant ist, entscheidet das Verhältnis von Phosphor zu Kalzium: Phosphor ist zwar ein lebensnotwendiges Mineral, gleichzeitig aber ein Kalziumräuber, weil es die Aufnahme dieses Mengenelementes hemmt.

Natürlich variieren die Nährwerte je nach Produkt und Hersteller ein wenig. Statt zum fettarmen Joghurt (1,5 bis 1,8 % Fett) kann man auch zum Magermilchjoghurt (max. 0,5 % Fett) greifen. Genauer aufs Etikett schauen sollte man bei ausgelobten Light-Varianten: Hersteller gleichen den geringeren Fettgehalt des Geschmackes wegen oft durch einen höheren Zuckeranteil aus. Doch auch in ganz gewöhnlichem Naturjoghurt und Quark ist Zucker enthalten. Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum?

Woher kommt der Zucker in Milchprodukten?

Egal ob Naturjoghurt oder Quark: Mindestens 3 % Zucker sind immer enthalten. Fügen die Hersteller dem Produkt unnötige Süßungsmittel zu, um den Geschmack zu beeinflussen? Das ist zwar durchaus üblich in der Lebensmittelindustrie, hier aber nicht der Fall. Milch und Milchprodukte enthalten auf ganz natürliche Weise Zucker: Milchzucker (Laktose). Er ist sogar Voraussetzung dafür, dass aus Milch Joghurt wird.

Wie entsteht Joghurt?

Joghurt wird hergestellt, indem Milch mit bestimmten Mikroorganismen versetzt wird. Diese wandeln den Milchzucker in Milchsäure um, daher auch ihr Name: Milchsäurebakterien. Die dabei entstehende Masse wird glattgerührt, der Joghurt ist fertig.

Wie entsteht Quark?

Genau wie Joghurt ist Quark ein Sauermilchprodukt, er gehört jedoch zu den Frischkäsen. Für seine Herstellung verwendet man pasteurisierte Magermilch. Dieser werden entweder Milchsäurebakterien oder Säure (zum Beispiel Zitronensäure) zugesetzt. Dabei trennt sich Molke ab, eine feste Masse (Käsebruch) entsteht. Während die Molke im Joghurt komplett erhalten bleibt, wird sie für Quark nicht benötigt. Vermutlich gehen ihm dadurch Kalium und Kalzium flöten, die im Joghurt noch drin stecken. Im Anschluss wird dem Käsebruch Sahne beigemischt – je nachdem, wie hoch der Fettgehalt des Quarks am Ende sein soll.

Joghurt für eine gesunde Darmflora?

Viele bevorzugen Joghurt, weil sie denken, er sei aufgrund seiner Milchsäurebakterien gut für die Darmflora. Diejenigen Milchsäurebakterien, die bei der Herstellung von Sauermilchprodukten gewöhnlich eingesetzt werden, überleben die Magen-Darm-Passage aber nicht. Nur probiotische Bakterien gelangen unversehrt in den Darm und sollen dort eine positive Wirkung entfalten. Ob ihre Menge in den speziell beworbenen Produkten dafür ausreicht, ist nicht abschließend geklärt.

Gut verträglich bei Laktose-Intoleranz

In Mitteleuropa entwickeln etwa 15 Prozent der Menschen irgendwann eine Laktose-Unverträglichkeit. Ihr Körper bildet nicht genügend Laktase, ein Enzym, das den Milchzucker in Galactose und Glucose spaltet. Betroffene bekommen durch milchzuckerhaltige Lebensmittel Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Da in fermentierten Milchprodukten wie Joghurt und Quark ein Teil des Milchzuckers bereits durch die Milchsäurebakterien abgebaut wurde, werden diese Lebensmittel häufig gut vertragen. Das muss aber jeder selbst ausprobieren!

Fazit

Der Vergleich von Quark und Joghurt zeigt: Beide sind absolut gesund und empfehlenswert. Sportler dürften Quark bevorzugen, da er mehr Eiweiß enthält. Andere greifen zum Joghurt, weil er weniger Kalorien hat und cremiger ist. Aber am besten ist, dass man sich gar nicht entscheiden muss – bei mir kommt künftig einfach beides abwechselnd auf den Tisch.

* Angaben zu den Hauptnährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen findet man detailliert und für alle möglichen Lebensmittel auf DEBInet