Infos zu Essigurken als Snack

Sind Essiggurken wirklich ein gesunder Snack?

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Nicht nur Klischee-Schwangere haben Heißhunger auf Essiggurken. Vielleicht überkommen dich auch manchmal solche Gelüste - auch wenn du nicht schwanger bist. Hast du dich schon einmal gefragt, ob Essiggurken eigentlich gesund sind? Oder nimmst du damit nur unnötige Kalorien zu dir? Sind sie also ein guter Snack oder nicht?

In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie viel Fett, Kalorien, Zucker und Salz Essiggurken enthalten
  • Wie viel das im Vergleich zu anderen Snacks ist

Wenig Fett und Kalorien, dafür Zucker und Salz

Wenn man sich den Fettgehalt von Essiggurken anschaut, machen sie in der Tat einen guten Eindruck: 0,2 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Essiggurken. Das ist extrem wenig.

Allerdings enthalten 100 Gramm (das sind etwa 5 mittelgroße Gürkchen) auch Zucker. Immerhin 5,4 Gramm (je nach Hersteller).

Das schlägt sich trotzdem nicht gravierend auf die Kalorienbilanz aus: Z. B. haben Cornichons nur 31 Kilokalorien pro 100 Gramm, weil sie viel Wasser enthalten. Das sind zwar doppelt so viele wie bei der ganz normalen Gurke, aber trotzdem wenig. Im Vergleich dazu: 100 Gramm Apfel haben 54 kcal. Da ein ganzer Apfel in der Regel aber 200 g wiegt, nimmst Du mit einem einzigen Apfel bereits mehr als 100 kcal zu Dir.

Problematischer ist dagegen das Salz. Gesunde Erwachsene sollten am Tag nicht mehr als 6 Gramm Salz verzehren, rät die DGE. 5 Gurken enthalten, je nach Hersteller, etwa 1,3 Gramm Salz, also bereits mehr als ein Fünftel des Tagesbedarfs.

Wenn die Gurken traditionell bzw. milchsauer vergoren wurden, enthalten die Gürkchen auch Milchsäure und Milchsäurebakterien. Die können deinem Darm Gutes tun.

Du kannst also abwägen: Wenn du deinen Salzkonsum einschränken willst, solltest du dich mit Essiggürkchen zurückhalten. Dein Heißhunger auf etwas herzhaftes können die kalorienarmen Gürkchen jedoch sehr gut stillen. Immerhin schneiden andere salzige Leckereien wie Chips schlechter ab, was Fett, Kalorien, Zucker und Salz angeht und enthalten meist Zusatzstoffe wie Glutamat.


Medizinisch geprüft durch
Dr. rer. nat. Dinah Murad
Dr. Dinah Murad fungiert als unabhängige medizinische Beraterin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Marketing. Darmgesundheit ist für sie ein unterschätztes, aber überaus wichtiges Thema. Sie verantwortet die medizinische Prüfung aller Inhalte für unsere Leser.
Geschrieben von
Silke Stadler 
Silke Stadler war stellvertretende Redaktionsleiterin bei verschiedenen Gesundheitsportalen und ist ausgebildete Ernährungsberaterin. Heute ist sie als Online-Redakteurin für den Klinikkonzern MEDICLIN tätig und gehört von Beginn an zum festen Autorenteam von Digestio. 

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