Fett löst sich nicht einfach in Luft auf! Oder doch?

Wohin verschwindet das Fett, das wir mühsam abgespeckt haben? Viele Experten denken, es werde in Energie und Wärme umgewandelt. Das ist jedoch nicht ganz richtig.

Viele Ärzte, Diätassistenten und Fitnesstrainer haben offenbar keine Ahnung, was genau mit dem Körperfett passiert, wenn ihre Patienten oder Klienten abnehmen. Das haben Ruben Meerman und Andrew Brown von der Universität New South Wales herausgefunden.

Lungen sind Hauptausscheidungsorgan für abgespecktes Fett

Die gängige – falsche – Annahme vieler Abnehm-Experten laute, dass das Fett in Wärme und Energie umgewandelt werde. Das entspreche jedoch nicht dem Masseerhaltungssatz aus der Chemie, schreiben die Wissenschaftler.

Andere Theorien besagten, Fett würde beim Abnehmen in den Fäkalien ausgeschieden. Auch das sei nicht richtig. Vielmehr seien die Lungen das Hauptausscheidungsorgan für abgebautes Körperfett.

In einem Artikel vom Dezember 2014, der im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde, erklären es die beiden anhand einer chemischen Gleichung: Die Oxidation von zehn Kilo Körperfett benötigt 29 Kilo Sauerstoff, um sich in 28 Kilo CO2 und 11 Kilo H20, also Wasser zu verwandeln.

Fett einfach “wegatmen”?

Doch was genau passiert mit den zehn Kilo Fett? Die beiden Forscher haben jedes einzelne Atom der abgespeckten Fettmasse verfolgt und erkannt, dass sie sich in 8,4 Kilo CO2 und 1,6 Kilo Wasser umwandelt. Das CO2 wird ausgeatmet, das Wasser über Urin, Schweiß, Tränen oder den Stuhlgang ausgeschieden.

Unsere unliebsamen Fettdepots lösen sich also im wahrsten Sinne in Luft auf. Dass dafür aber harte Arbeit nötig ist, zeigt eine weitere Berechnung der Forscher: Eine 70 Kilo schwere Person mit leichtem Aktivitätslevel atmet pro Tag 0,74 Kilo CO2 aus. Fett durch häufigeres Luftholen einfach „wegzuatmen“ sei nicht möglich, weil wir nur eine begrenzte Anzahl an Atemzügen pro Tag nehmen könnten, sagte Meermann dem Wissenschaftsportal “ABC Science”. “Dort liegt also die Grenze, wie viel [Fett] man an einem Tag verliert, wenn man keinen Sport macht.“

3 Responses

  1. Zunächst mal: es ist ja schön und gut, von “Experten” zu schreiben – und sich nebenbei bemerkt vermutlich zu Unrecht für schlauer als diese zu halten – aber zumindest einen Hauch seriösen Journalismus in Form von Quellenangaben (!) kann man bei einem so heiklen Thema einfach erwarten. Das kennt man doch von Hausarbeiten aus der Uni, oder Silke?
    Abgesehen davon: hast du den Artikel “Warum Diäten zum Scheitern…” auf web.de verbrochen? Das ist der mit Abstand größte Haufen Grütze, den ich in jüngster Zeit gelesen habe. Klar…der Unterschied zwischen der Gesundheit übergewichtiger und schlanker Menschen ist nur marginal, fast gar nicht vorhanden! [/ironie]. Und was sind bitte “fitte Dicke”? Man zeige mir einen von diesem Schlag!
    Du testest also Gesundheitstrends am eigenen Leib, wenn man deinem Steckbrief auf web.de trauen kann? Der neueste Trend scheint übrigens zu sein, zu seiner eigenen Fettleibigkeit zu stehen und sich darauf rauszureden, dass man doch, ach, so stolz auf das eigene Volumen und die eigene Krankhaftigkeit ist. Und los!

    • Lieber Fleischart,

      ich bin offen für Kritik. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den respektvollen und freundlichen Umgang verinnerlicht haben – sogar noch bevor man das richtige Zitieren in Hausarbeiten lernt! 😉
      Daher nur so viel: Meine Angaben beziehen sich auf die Quelle, die gut sichtbar im Text verlinkt ist.

      Liebe Grüße,
      silke

  2. Die gängige Annahme ist nicht falsch: richtig ist, dass bei der Fettverbrennung Wasser und Kohlendioxid entstehen, aber die Verbrennung findet statt, um Energie zu gewinnen; ein Teil der Energie geht als Wärme “verloren”, für einen Warmblüter sicher im Winter kein Verlust, sondern eher ein bezweckter Effekt.

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