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Sie sind mikroskopisch klein und können dennoch viel Schaden anrichten. Sie sind auf der ganzen Welt zuhause und lieben die Kälte. Sie sind hochansteckend, hocheffektiv und extrem widerstandsfähig. Die Rede ist von Magen-Darm-Viren. Genauer gesagt, von den beiden häufigsten Vertretern: Noro- und Rotavirus.

Das musst du über das Norovirus wissen

Noroviren sind für etwa die Hälfte aller Magen-Darm-Infektionen bei Erwachsenen und für etwa 30 Prozent bei Kindern verantwortlich. Und da das Virus so robust ist, kann es problemlos mehrere Tage auf Spielzeug, Türklinken und dergleichen überleben.

Um einen Menschen zu infizieren, braucht es lediglich zehn bis hundert Viruspartikel. Wenn man bedenkt, dass pro Durchfall oder Erbrechen gleich mehrere Millionen Viruspartikel in Umlauf geraten, ist das eine hocheffektive Strategie. Menschenansammlungen und kalte Temperaturen gehören zu den bevorzugten Bedingungen des Virus.

Daher kommt es im Winter auch vermehrt zu Infekten. Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sind typische Beschwerden.

Das musst du über das Rotavirus wissen

Rotaviren hingegen sind weltweit die häufigste Ursache für Durchfall im Kindesalter. Im Erwachsenenalter treten Erkrankungen vorwiegend bei Eltern erkrankter Kinder oder im Rahmen von Ausbrüchen in Altersheimen auf.

Bei erwachsenen Personen über 60 Jahren nimmt die Häufigkeit deutlich zu. Wie beim Norovirus auch, braucht es nur wenige Partikel für eine Infektion. Und diese halten sich ebenso hartnäckig auf Spielzeug, Türklinken oder Wickelunterlagen.

Begleitet wird der dann auftretende wässrige Durchfall oft von Fieber und Husten. Gefährlich kann es dann werden, wenn der enorme Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird. In der Tat kommt das relativ häufig vor: Rund 50 Prozent der Kinder unter fünf Jahren müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Die gute Nachricht: Gegen Rotaviren gibt es eine Schluckimpfung, die seit 2013 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird.

TAGS:  Durchfall


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Dr. rer. nat. Dinah Murad 

Dr. Dinah Murad fungiert als unabhängige medizinische Beraterin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Marketing. Darmgesundheit ist für sie ein unterschätztes, aber überaus wichtiges Thema. Sie verantwortet die medizinische Prüfung aller Inhalte für unsere Leser.

Geschrieben von
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