Alle Antworten zu Verstopfung, FAQ Würfel

3 Dinge, die du über Verstopfung wissen solltest

Unsere Inhalte sind pharmazeutisch und medizinisch geprüft.

Wie häufig sollte man eigentlich Stuhlgang haben? Stimmt es, dass Ballaststoffe die Verdauung fördern oder Abführmittel abhängig machen? Fragen, die du sicher nicht gerne deinen Freunden oder der Familie stellst.

Aber keine Sorge, du bist nicht allein: Sich darüber Gedanken zu machen, ist völlig normal - und auch gesund. Wir haben für dich drei zentrale Fragen über Verstopfung beantwortet.

In diesem Artikel erfährst du:

  • In welcher Häufigkeit Stuhlgang normal ist
  • Ob Ballaststoffe gegen Verstopfung helfen
  • Ob Abführmittel abhängig machen

Nur jeden zweiten Tag zur Toilette: Ist es schon Verstopfung?

Nein, du musst dir keine Sorgen machen – zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich Stuhlgang zu haben ist alles ganz normal.

Helfen Ballaststoffe gegen Verstopfung?

In den meisten Fällen liegt eine funktionelle Verstopfung ohne erkennbare Ursache vor. Ballaststoffe in deine Mahlzeiten zu integrieren, ist generell natürlich keine schlechte Idee, da sie bei einer trägen Verdauung unterstützend wirken können.

Allerdings ist eine erhöhte Ballaststoffzufuhr bei einer Verstopfung allein nicht immer ausreichend und kann sogar noch Blähungen herbeiführen. Achte deshalb auf ein ausgewogenes, gesundes Maß sowie auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr.

Mehr zum Thema: Essen bei Verstopfung: Diese Lebensmittel helfen deinem Darm.

Gewöhnt dein Darm sich an Abführmittel und kann nicht mehr ohne sie?

Kein Grund zur Sorge: Verstopfung ist immer nur ein Symptom, keine Krankheit an sich. Abführmittel lindern lediglich das Symptom, können jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache beseitigen.

Dass nach dem Absetzen des Abführmittels eine (chronische) Verstopfung wieder auftreten kann, ist somit ganz natürlich und nicht die Folge einer Gewöhnung an das bestimmungsgemäß angewandte Abführmittel.

Verfügbare Abführmittel sind außerdem nicht zentral wirksam, d. h., sie wirken nicht im Gehirn und können schon daher keine Abhängigkeit erzeugen.

Quellen:
  • Müller-Lissner S. et al.: Multicenter, 4-week, double-blind, randomized, placebo-controlled trial of sodium picosulfate in patients with chronic constipation. Am J Gastroenterol. 2010;105(4):897-903. Bei längerfristiger Behandlung nach Anraten des Arztes, Wissenschaftlich bewiesen; kein Wirkverlust, keine Dosissteigerungen.

Medizinisch geprüft durch
Dr. rer. nat. Dinah Murad
Dr. Dinah Murad fungiert als unabhängige medizinische Beraterin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Marketing. Darmgesundheit ist für sie ein unterschätztes, aber überaus wichtiges Thema. Sie verantwortet die medizinische Prüfung aller Inhalte für unsere Leser.
Geschrieben von
Digestio Community Team 
Unser Digestio Community Team ist ein Netzwerk aus medizinischen RedakteurInnen, die unsere Inhalte durch wissenschaftlich fundierte Recherche sowie eigene Erfahrungsberichte unterstützen.

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