Tipps für gute Verdauung, Frau mit guter Laune

So helfen Abführmittel deiner Verdauung auf die Sprünge

Leidest du unter Verstopfung, begleitet von Blähungen und Völlegefühl und möchtest jedoch die Firmenfeier oder ein Abendessen mit Freunden genießen können? Abführmittel können planbar und gut verträglich von Verstopfung befreien.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was häufige Symptome von Verstopfung sind
  • Worauf Verstopfungen zurückzuführen sind
  • Wie Abführmittel helfen, wenn nichts mehr geht

Kennst du diese Beschwerden?

Verstopfung – damit verbindet man in erster Linie einen unregelmäßigen Stuhlgang. Doch wenn du davon immer wieder betroffen bist, weißt du: Das ist leider längst nicht alles.

Typische Beschwerden, die den Betroffenen bei Verstopfung zusetzen, sind:

  • Ein aufgeblähter Bauch
  • Appetitlosigkeit
  • das Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • harter Stuhl mit Schmerzen beim Stuhlgang

Rund 15 Prozent der Deutschen litten innerhalb der letzten zwölf Monate unter Verstopfung – das zeigt eine aktuelle Studie unter rund 15.000 Befragten. Häufige Folge: Die Betroffenen fühlen sich unwohl, gehen seltener vor die Tür – kurz, die Lebensqualität leidet!

Begleitsymptome wie ein aufgeblähter Bauch sorgen dafür, dass man sich in seiner Haut unwohl fühlt, lieber nicht das figurbetonte Kleid anzieht oder sogar auf ein  Abendessen auswärts mit Familie oder Freunden verzichtet. Auch die Lust auf leckeres Essen kann unter Verstopfung schon mal vergehen.

Wo bleibt da die Freude am Genuss!?

Woher kommt die Verstopfung?

Wenn du dich fragst, warum du unter Verstopfung leidest, dann bist du nicht allein. Den meisten Betroffenen geht es ähnlich. In den meisten Fällen liegt eine funktionelle Obstipation ohne erkennbare Ursache vor. Das heißt, organisch ist alles in Ordnung, dennoch funktioniert die Verdauung nicht wie sie sollte. Mit dem Begriff bezeichnet man eine eingeschränkte Darmentleerung, die weniger als drei Mal wöchentlich erfolgt.

Seltener ist sie auf die Einnahme bestimmter Medikamente oder Grunderkrankungen zurückzuführen. In Frage kämen hier z.B. neurologische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen.

Mach dir mit Fragen wie „Trinke ich nicht genug oder nehme ich zu wenige Ballaststoffe zu mir?“ kein schlechtes Gewissen. Denn diese Defizite können zwar für eine träge Verdauung verantwortlich sein, lösen jedoch nur in Mangelsituationen wie z. B. Bettlägerigkeit oder Dehydration tatsächlich Verstopfung aus.

Da Faktoren wie mangelnde Ballaststoffzufuhr, Trinkmenge und Bewegung oft als Ursachen einer Verstopfung angenommen und beschrieben werden, werden Ballaststoffe, Trinken und Bewegung ebenso als mögliche Therapieoptionen betrachtet.

Studien können dies jedoch nicht bestätigen: Vergleiche zwischen Betroffenen von Verstopfung und Nicht-Betroffenen zeigen, dass keiner der Faktoren zwangsläufig zur Verstopfung führt. Ballaststoffe, Trinken und Bewegung sind generell wichtig für eine gesunde Lebensweise, aber als einzige Therapie bei Patienten mit Verstopfung nicht immer ausreichend.

Was tun, wenn nichts mehr geht?

Deshalb ist bei Verstopfung effektive Hilfe gefragt, die zuverlässig vom Symptom befreien kann. Die Mittel der ersten Wahl zur medikamentösen Behandlung von akuter und chronischer Verstopfung sind laut aktueller Leitlinie, also der geltenden Therapieempfehlung von Experten, die Wirkstoffe Bisacodyl, Natriumpicosulfat und Macrogol.

Für Bisacodyl und Natriumpicosulfat liegen – im Gegensatz zu den meisten anderen Therapieoptionen in der Selbstmedikation – kontrollierte Studien vor, in denen die Lebensqualität Betroffener erfasst wurde. Fakt ist: Die Einnahme von beiden genannten Abführmitteln hatte einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität. Die Betroffenen fühlten sich weniger aufgebläht und schwer.

Die erwähnten Wirkstoffe stehen in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung, sodass sie je nach Situation und Präferenz passend gewählt werden können:

  • Dragées werden am Abend eingenommen, wirken dann planbar über Nacht und befreien am nächsten Morgen.
  • Tropfen können innerhalb der Dosierungsempfehlung je nach Beschwerdegrad und Bedarf ganz einfach dosiert werden. Die Erleichterung setzt dann normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein.
  • Wenn es schnell gehen soll, sind Zäpfchen eine gute Wahl, denn sie wirken bereits nach ca. 15 bis 30 Minuten.

Wenn du von Verstopfung und den damit verbundenen unangenehmen Begleitsymptomen befreist bist, steht einem genussvollen Abendessen in geselliger Runde nichts mehr im Wege!

Quellen:

  • Andresen V et al. S2k-Leitlinie Chronische Obstipation: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie; Gemeinsame Leitlinie der DGNM und DGVS. 2013; AMWF-Registriernummer: 021/019
  • Enck P. et al. Prevalence of constipation in the German population - a representative survey (GECCO). United European Gastroenterol Journal 2016; 4: 429-437
  • Mueller-Lissner S et al. Bisacodyl and sodium picosulfate improve bowel function and quality of life in patients with chronic constipation – analysis of pooled data from two randomized controlled trials. Open Journal of Gastroenterology 2017; 7: 32–43

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