Ein Glas Kokosmilch

Kokosmilch-Unverträglichkeit: Symptome und was du tun kannst

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Kaum hast du das leckere Curry mit Kokosmilch gegessen, jucken deine Lippen und dein Bauch fängt an zu grummeln. Hilfe, verträgst du etwa Kokosmilch nicht? Welche Symptome bei einer Kokosmilch-Unverträglichkeit auftreten und was du tun kannst, erfährst du jetzt:

In diesem Artikel erfährst du:

  • Warum vertrage ich Kokosmilch nicht?
  • Kann ich Kokosmilch trinken, wenn ich allergisch auf Nüsse bin?
  • Was ist eine Kreuzreaktivität?
  • Woran erkenne ich eine Kokosmilch-Unverträglichkeit?
  • Welch Allergietests gibt es?
  • Was sollte ich mit einer Kokosnuss Unverträglichkeit vermeiden?
  • Wie kann eine Low FODMAP Diät helfen?

Warum vertrage ich Kokosmilch nicht?

Es kann ganz schön frustrierend sein, wenn man etwas nicht verträgt und nicht weiß, warum das so ist. Das Gefühl kennen viele Menschen in Deutschland, denn hier leiden laut Positionspapier der Kommission Umweltmedizin am Robert Koch-Institut rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an einer Allergie.  

Dabei gibt es zahlreiche Stoffe, die eine allergische Reaktion oder auch eine Unverträglichkeit auslösen können. Auch wenn das vielleicht merkwürdig klingt, aber auch so alltägliche Lebensmittel wie Zwiebeln oder Kartoffeln vertragen manche überhaupt nicht. Und andere vertragen eben keine Kokosnuss oder Kokosmilch. Was Kokosmilch eigentlich ist und was hinter der Kokosmilch-Unverträglichkeit steckt, schauen wir uns jetzt an:

Was ist Kokosmilch?

Wenn du dir gedanklich eine Kokosnuss vorstellest, siehst du wahrscheinlich als Erstes die faserige braune Schale. Diese Schale umhüllt das Nährgewebe. Dieses wird wissenschaftlich als Endosperm bezeichnet, wir nennen es dagegen wohl eher Fruchtfleisch.

Im Inneren ist ein Hohlraum gefüllt mit Kokoswasser. Dieses Wasser wird auch gern als Kokosmilch bezeichnet, aber das ist nicht deckungsgleich mit der Kokosmilch, die du kaufen kannst.  

Denn die Kokosmilch zum Kaufen wird aus dem Fruchtfleisch hergestellt. Das wird getrocknet, zerkleinert und anschließend mit heißem Wasser versetzt. Dieser „Kokoskuchen“ wird gepresst, sodass eine weiße Flüssigkeit austritt. Diese Flüssigkeit ist tatsächlich die Kokosmilch, die du kaufen kannst.  

Die so gewonnene Kokosmilch ist sehr fettreich und wird gerne beim Kochen verwendet. Übrigens, du kannst auch sogenannte Kokossahne kaufen. Das ist quasi eingedickte Kokosmilch.  

Bei der Qualität der Kokosmilch gibt es tatsächlich Unterschiede: Die reine Flüssigkeit wird als 1 Milch bezeichnet, während man die Pressung von Kokosraspeln gemischt mit Wasser als 2 Milch bezeichnet.  

Ist die Kokosnuss eine Nuss? 

Obwohl im Namen der Begriff Nuss steckt, zählt die Kokosnuss botanisch zu den Steinfrüchten. Verwirrend ist jedoch, dass beispielsweise die US-Food and Drug Administration (FDA) die Kokosnuss trotzdem zu den Baumnüssen, sprich Nüsse, die auf Bäumen wachsen, zählt.  

Das ist jedoch kein Fehler, sondern hat einen wichtigen Hintergrund: Die FDA ist eine Einrichtung, die in den USA dafür sorgt, dass Lebensmittel für Allergiker entsprechend gekennzeichnet werden. Dazu hat sie verschiedenen Lebensmittelgruppen definiert, die häufig Allergien auslösen.  

Es gibt Menschen, die auf Kokosnuss allergisch reagieren oder eine Kokosmilch-Unverträglichkeit haben. Diese müssten also durch entsprechende Hinweise auf der Verpackung gewarnt werden, wo Kokosnuss enthalten ist. Jedoch hat die FDA kein Label für Steinfrüchte. Daher führt sie die Kokosnuss als Baumnuss, damit sie als Allergen gekennzeichnet werden muss. 

Kokosmilch-Unverträglichkeit, eine offene Kokosnuss und KokosstückchenKokosmilch wird im Gegensatz zu Kokoswasser aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt.

Im Gegensatz dazu führt das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Kokosnuss nicht als Nuss oder Allergen auf. Das heißt, auf deutschen Labels muss Kokosnuss nicht als Allergen aufgeführt oder besonders gekennzeichnet werden.  

Für dich ist die botanische Einteilung wichtig. Und hier gilt: Die Kokosnuss ist keine Nuss, sondern eine Frucht.

Warum vertrage ich Kokosmilch nicht? 

Eine Kokosmilch-Unverträglichkeit kann mehrere Gründe haben. Zum Beispiel hast du eine Lebensmittelunverträglichkeit.  

Vielleicht kennst du diese besser als Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelintoleranz. Dabei handelt es sich um eine Störung in deinem Stoffwechsel, sodass bestimmte Inhaltsstoffe oder Bestandteile von Lebensmitteln gar nicht oder nur unzureichend von deinem Körper verwertet werden. Daher kommt es bei Nahrungsmittelunverträglichkeit häufig zu Magen-Darm-Beschwerden, wie etwa Durchfall.

Doch die Unverträglichkeit ist nicht lebensbedrohlich, im Gegensatz zu einer Allergie, die ernste Folgen haben kann.  

Eine Lebensmittelallergie ist eine Störung in der Immunreaktion. Zumeist zeigt sich die Allergie schon im jungen Alter, denn der Körper sieht die sogenannten Allergene, also die Stoffe, auf die derjenige reagiert, als potenzielle Gefahr an. Daher wird das körpereigenen Immunsystem diese Allergene bekämpfen.  

Damit das Immunsystem Alarm schlägt, reichen bereits geringe Mengen von dem Allergen aus. Diese körpereigene Reaktion geht so weit, dass es lebensbedrohlich für die Betroffenen werden kann. Daher darf eine Allergie niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Zum Glück ist eine Allergie gegen Kokosnüsse relativ selten.  

Erfahre jetzt mehr zu den Unterschieden zwischen Allergie und Unverträglichkeit.

Ein weiter Grund, warum du Kokosmilch nicht verträgst, kann das enthaltene Fett sein. Kokosmilch besteht zu rund 15 Prozent aus Fett – das vertragen manche Menschen gar nicht. Wenn du generell nach fettigem Essen Probleme bekommst, kann dir vielleicht unser Beitrag Durchfall nach dem Essen: Ursachen finden und bekämpfen weiterhelfen.  

Kann ich Kokosmilch trinken, wenn ich allergisch auf Nüsse bin?

Da die Kokosnuss keine Nuss ist, wäre es nun naheliegend, dass jemand trotz Nussallergie nicht allergisch auf die Kokosnuss reagiert. Eine US-Studie mit 191 Kindern konnte belegen, dass Kinder mit einer Sensibilisierung oder Allergie gegen Erdnüsse oder Baumnüsse nicht häufiger sensibilisiert oder allergisch gegen Kokos waren.

Doch du kannst auch mit wissenschaftlichen Belegen nicht davon ausgehen, dass du Kokosmilch schon vertragen wirst. Wenn du eine bestehende Nussallergie hast, kläre erst mit deinem Arzt, ob du Kokosmilch trinken darfst. Der Arzt kann am besten einschätzen, ob die jeweiligen Allergene in der Kokosnuss vorkommen oder ob eine sogenannte Kreuzreaktivität vorliegen kann.  

Was ist eine Kreuzreaktivität?

Wenn du bereits eine Allergie gegen bestimmte Stoffe hast, kann es sein, dass du auf andere Substanzen mit diesen Stoffen ebenfalls reagierst. Mediziner bezeichnen das als Kreuzreaktivität oder Kreuzreaktion oder Kreuzreaktion.  

Ein Beispiel für diese Kreuzreaktivität zeigt die bereits erwähnte US-Studie: Kinder mit einer Sensibilisierung für Erdnüsse oder Baumnüsse waren eher für Sesam, aber nicht für Kokosnüsse sensibilisiert. Kinder mit klinischer Vorgeschichte von Erdnuss- und Baumnussallergie waren häufiger allergisch auf Sesam.

Diese Kreuzreaktion kommt immer wieder vor und betrifft Substanzen, die ähnliche Proteine teilen. Je nachdem, welche Allergie du hast, kann dir dein Arzt sagen, welche Kreuzreaktionen auftreten können.  

Woran erkenne ich eine Kokosmilch-Unverträglichkeit? 

Nehmen wir an, du hast eine Allergie gegen Kokosmilch. Dann würdest du nach dem Essen entsprechende Symptome zeigen:

  • Hautreaktionen  
    wie Hautausschlag, Nesselsucht oder Ekzeme  

  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
    wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall  

  • Atemwegssymptome  
    wie Keuchen, Husten oder eine laufende Nase  

  • Schwellungen
    der Lippen, der Zunge oder des Gesichts

Schwere Reaktionen, Anaphylaxie genannt, können bei Kokosnussallergie auftreten und mehrere Organsysteme beeinträchtigen. Eine Anaphylaxie der Kokosnuss ist jedoch selten.  

Trotzdem solltest du den Notarzt unter 112 rufen, wenn du dich unsicher fühlst oder entsprechende Symptome auftreten. Die Anaphylaxie kündigt sich eventuell an:

  • Kribbeln im Körper 
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Schluckbeschwerden

Ruf unbedingt den Notarzt unter 112, wenn Betroffene diese Reaktionen zeigen:

  • Blasse und kalte Haut
  • Lippen färben sich blau
  • Puls ist abgeflacht 
  • Atemwege verkrampfen sich
  • Atemnot

Darf ich mein Shampoo mit Kokos nutzen? 

Es kann sein, dass du bereits bei Kontakt mit Produkten, die Kokosbestandteile enthalten, reagierst. Denn Kokosfett oder Kokosextrakte stecken auch gerne in Reinigungsmitteln und Kosmetika

Kokosmilch-Unverträglichkeit, Seife und andere Kokosmilch-ProdukteNicht nur Lebensmittel, sondern auch Hygiene- und Kosmetik-Produkte enthalten oft Kokosbestandteile.

Mediziner sprechen hier von einer Dermatitis, eine entzündliche Reaktion deiner Haut. Die Folge von einem Kontakt mit Kokos wäre ein juckender, blasenbildender Ausschlag. Dieser kann ein paar Tage anhalten und dann erst abklingen.  

Wenn du den Verdacht auf Kontaktdermatitis aufgrund von Kokos hast, wende dich bitte zeitnah an deinen Arzt. Der Arzt kann mit dir einen Allergietest durchführen und so prüfen, ob du auf Kokos allergisch reagierst.

Was tun bei Kokosmilch-Unverträglichkeit?  

 
Ob eine Allergie vorliegt oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder vielleicht auch gar nichts, kann ein Arzt herausfinden. Dazu stehen verschiedene sogenannte Allergietests zur Verfügung. Du kannst selbst vorab bereits einige Informationen zusammentragen, die dem Arzt später die Diagnose vereinfachen: 

  • Welches Lebensmittel und welche Menge?
    Diese Infos sind grundlegend, denn die weiteren Tests bauen auf den Substanzen und der Menge auf. 

  • Welche Beschwerden treten bei dir auf?
    Diese Liste kann schon einen Hinweis geben, ob es eher eine Allergie oder eine Unverträglichkeit ist. 

  • Gibt es Allergien in deiner Familie?
    Allergien scheine eine genetische Komponente zu haben. Das heißt, wenn Eltern eine Allergie haben, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass die leiblichen Kinder ebenfalls eine Allergie bekommen. 

Welche Allergietests gibt es?  

Dein Arzt wird dich zunächst einmal ausführlich befragen und anschließend untersuchen. Denn eine sorgfältige Untersuchung kann oft andere medizinische Probleme erkennen oder bereits einiges ausschließen.  

Danach stehen verschiedenen Test zur Wahl, die eine Allergie diagnostizieren können:

  • Hauttest
    Bei dem sogenannten Pricktest wird eine kleine Menge der verdächtigen Nahrung auf die Haut deines Unterarms oder Rückens gegeben. Die Substanzen werden nur durch ein leichtes Kratzen in die Haut gebracht, daher tut das ganze nicht weh. Zur Kontrolle bekommst du außerdem eine wässrige Lösung und eine mit Histamin aufgetragen. Bei der wässrigen Lösung darf keine Reaktion erfolgen, bei Histamin muss eine Reaktion erfolgen. Wenn sich auf deiner Haut an der Stelle mit den Lebensmitteln Rötungen oder Quaddeln bilden und es juckt, liegt eine Allergie vor. 

  • Oraler Test
    Bei diesem Test darfst du erst kleinere und anschließend größere Mengen von Kokosnuss essen oder Kokosmilch trinken. Der Arzt beobachtet dich ganz genau und kann anhand der Reaktion einschätzen, ob es für dich ungefährlich ist, Kokos zu essen. 

  • Bluttest
    In deinem Blut zeigen deine Antikörper an, ob und gegen was du allergisch bist. Daher kann dein Arzt etwas Blut abnehmen. Anschließens untersucht ein externes Labor diese allergiebedingten Antikörper, bekannt als Immunglobulin E (IgE).  

Neben diesen Möglichkeiten besteht auch die Option, dass dein Arzt eine sogenannte Eliminierungsdiät vorschlägt. Dabei darfst du für ein, zwei Wochen keine Kokos essen oder trinken. Nach Ablauf dieser Zeit darfst du Kokos wieder zu dir nehmen. So kann der Arzt schauen, ob und wann du Symptome zeigst.  

Eine Eliminationsdiät kann nicht sagen, ob es sich bei der Reaktion auf ein Nahrungsmittel um eine Allergie oder um eine Nahrungsmittelempfindlichkeit handelt. Zudem ist diese Methode nicht 100 Prozent sicher und birgt Risiken, wenn du in der Vergangenheit eine schwere Reaktion auf Kokos gezeigt hast. Bitte führe daher niemals solch einen Test auf eigen Faust durch, sondern immer nur in medizinischer Begleitung.  

Kann ich einen Allergietest online bestellen?

Vielleicht hast du gesehen, dass es auch online die Möglichkeit gibt, einen Test machen zu lassen. Es gibt tatsächlich Anbieter, die behaupten, dass sie die unterschiedlichsten Lebensmittelallergien über einen Bluttest feststellen können.  Diese schicken dir ein Test-Kit zu. Du schickst dieses Set wieder mitsamt ein paar Tropfen deines Bluts zurück und bekommst ein paar Tage später ein Ergebnis.  

Klingt einfach, ist aber zumeist schlicht wissenschaftlich falsch. Denn diese Tests messen nicht die erwähnten IgE-Antikörper, sondern IgG-Antikörper. Hier fehlen aber die Nachweise, dass das Vorhandensein von IgG-Antikörpern tatsächlich ein Hinweis für eine Allergie ist.  

Daher besagen diese Tests lediglich, dass du einmal Kontakt zu den jeweiligen Substanzen hattest, nicht aber ob du eine Allergie hast.  

Was sollte ich mit einer Kokosnuss-Unverträglichkeit vermeiden? 

Wie bereits erwähnt gilt die Kokosnuss in Deutschland nicht als Allergen und wird daher nicht gesondert gekennzeichnet. Daher musst du bei einer Kokosnuss Unverträglichkeit die Etiketten von Lebensmittel akribisch lesen, gegebenenfalls erst Rücksprache mit dem Hersteller halten oder auf das Produkt verzichten.  

Kokosnuss gibt es als unter anderem als folgende Produkte:

  • Kokosnussmilch
  • Kokoswasser
  • Kokosnusscreme 
  • Kokosraspel 
  • Kokosöl
  • Kokosmehl
  • Kokossirup
  • Kokosblütenzucker
  • Kokoschips

Zudem kann Kokos als Zutat in Backwaren, Eiscreme, Frühstückscerealien und Süßwaren verwendet werden.  

Wichtig für dich zu wissen: Kokos ist in der südostasiatischen Küche weit verbreitet. Sprich, wenn du asiatische – auch indische – Restaurants besuchst, bitte unbedingt nach der Verwendung von Kokosnuss fragen, damit du keine böse Überraschung erlebst.

Kokosmilch-Unverträglichkeit, asiatisches Essen mit KokosmilchFalls du an einer Kokosmilch-Unverträglichkeit leidest, solltest du bei asiatischen Speisen besonders gut aufpassen.

Allgemein gilt beim Essen gehen, immer nach den Zutaten fragen. Denn Kokos versteckt sich manchmal in Speisen, an die du vielleicht nicht gleich denkst.  Im Folgenden haben wir einige der Produkte aufgelistet, auf die du achten solltest:

  • Makronen und andere Kuchen sowie Kekse
  • Süßigkeiten
  • Eiscreme
  • Einige Fruchtsäfte enthalten Kokosnuss
  • Smoothies
  • Joghurt
  • Veganer Käse 
  • Malibu-Rum

Welche Alternativen zu Kokosmilch gibt es?

Du weißt inzwischen, dass du Kokos nicht verträgst, und versuchst, Produkte aus und mit Kokosnuss zu vermeiden. Nun stellt sich aber die Frage, was du eigentlich als Alternative für Kokosmilch verwenden kannst? Vielleicht helfen dir unsere Tipps weiter:

Ersatz für Kokosmilch 

Das Gute ist, dass Kokosmilch oftmals als Alternative zu tierischer Milch angeboten wird. Sprich, eventuell hast du die Möglichkeit, auf die klassischeren Produkte auszuweichen.  

Nehmen wir einmal an, du möchtest die Kokosmilch beim Kochen ersetzen. Dann könntest du Sahne, Joghurt, Frischkäse oder Quark für die gewünschte Konsistenz verwenden.  

Falls es dir um den Geschmack geht oder um die nussige Note könnte dir Cashewpaste oder Mandelpaste helfen. Beachte jedoch, dass auch diese Produkte Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können.  

Wie kann eine Low FODMAP Diät helfen, wenn ich unter Unverträglichkeiten leide?

Bei manchen Unverträglichkeiten leidest du nach dem Verzehr unter Magen-Darm-Beschwerden. Diese sind nicht nur lästig, sondern können dich obendrein in deinem Alltag sehr einschränken.

Eine Möglichkeit, diese Beschwerden zu lindern, ist die sogenannte FODMAP-Diät. Die englische Abkürzung steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und (and) Polyole. Hinter dem Akronym verstecken sich lang- und kurzzeitige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die teilweise schwer verdaulich sind.  

Doch warum sind diese so schwer verdaulich? In unserem Dünndarm fehlen Enzyme, die die FODMAP aufspalten können. Außerdem sind diese so groß, dass sie nicht durch die Darmwände passen.  

Daher kommen diese relativ unbehelligt bis in unseren Dickdarm. Hier gibt es zahlreiche Mikroorganismen, die die FODMAPs zerlegen – doch dabei entstehen Gase und die FODMAPs binden Wasser. Die Folge für dich sind Durchfall, Blähungen und andere Beschwerden.  

Daher kann dir im Einzelfall eine entsprechende Diät helfen, obwohl FODMAP im Allgemeinen nicht schädlich sind. Bei der richtigen Richtige Umsetzung hilft dir dieser Beitrag: FODMAP-Diät bei Reizdarm: Was kann ich essen?

Kokosmilch-Unverträglichkeit – was tun? 

Du weißt jetzt, warum du Kokosmilch nicht verträgst. Hier handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Allergie. Zudem kann eine Kreuzreaktivität vorliegen, wenn du bereits eine andere Allergie gegen Substanzen mit vergleichbaren Proteinen hast. Im Detail kannst du das am besten mit deinem Arzt abklären. Dieser hat verschiedene Optionen, um eine Allergie durch verschiedene Tests zu diagnostizieren.  

Während eine Unverträglichkeit vor allem aufgrund der Beschwerden unangenehm auffällt, kann eine Allergie aufgrund des anaphylaktischen Schocks lebensbedrohlich werden. Daher bitte Unverträglichkeiten immer medizinisch abklären lassen, um solche Notsituationen zu vermeiden.  

Es ist zudem immer gut, wenn du deinen eigenen Körper so gut kennst, dass du deine Reaktionen und Beschwerden gut einordnen kannst. So fällt dir am besten auf, wenn etwas nicht stimmt. Erfahre daher mehr rund um dein Verdauungssystem, indem du dich von unseren Beiträgen Deine Verdauung: So einfach und doch komplexer als gedacht und 10 unglaubliche Fakten über den Darm inspirieren lässt – wir wünschen dir viel Spaß!


Medizinisch geprüft durch
Dr. rer. nat. Dinah Murad
Dr. Dinah Murad fungiert als unabhängige medizinische Beraterin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Marketing. Darmgesundheit ist für sie ein unterschätztes, aber überaus wichtiges Thema. Sie verantwortet die medizinische Prüfung aller Inhalte für unsere Leser.
Geschrieben von
Digestio Community Team 
Unser Digestio Community Team ist ein Netzwerk aus medizinischen RedakteurInnen, die unsere Inhalte durch wissenschaftlich fundierte Recherche sowie eigenen Erfahrungsberichten unterstützen.

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