Diese Mittel helfen gegen Übelkeit

Dir ist so richtig übel und du suchst schnelle Hilfe? Dann haben wir hier viele Methoden, die deine Übelkeit vertreiben werden. Denn bei Übelkeit helfen nicht nur Medikamente, auch zahlreiche Hausmittel, Tees und physikalische Methoden haben sich bei einem flauen Magen bewährt. Erfahre jetzt, was du machen kannst, damit deine Übelkeit schnell abklingt:

In diesem Artikel erfährst du:

  • Welche Hausmittel du bei Übelkeit nehmen kannst
  • Was du bei Übelkeit essen und trinken kannst
  • Welche Methoden Übelkeit mildern können
  • Welche Medikamente bei Übelkeit helfen

Welche Medikamente helfen am besten gegen Übelkeit?

Plötzlich ist es da, das flaue Gefühl im Magen, das einem den Schweiß auf die Stirn treibt und einen im nächsten Moment zittern lässt: die Übelkeit. Übelkeit ist zumeist ein Warnsignal des Körpers  etwa wenn du etwas Schlechtes gegessen hast. Aber auch starke Emotionen wie Stress oder Angst können das flaue Gefühl auslösen.

Je nachdem, welche Ursache deine Übelkeit hat, kannst du verschiedene Mittel nutzen, um diese zu lindern. Überlege daher erst einmal, welche Ursache für deine Übelkeit in Frage kommen, und schaue dann, welches Mittel hier helfen kann. Wenn du gerne aus der Apotheke ein Medikament holen möchtest, das gegen Übelkeit hilft, kannst du nach den sogenannten Antiemetika fragen. So werden Medikamente bezeichnet, die gegen Übelkeit und Erbrechen helfen. Hier werden beispielsweise die Wirkstoffe Tropisetron und Diphenhydramin genutzt.

Welche Hausmittel helfen gegen Übelkeit?

Manche fühlen sich wohler, wenn sie statt einer Tablette erst einmal auf bekannte und bewährte Hausmittel zurückgreifen. Das ist auch völlig in Ordnung, denn viele Tricks und Tipps, die bereits seit Jahrhunderten weitergegeben werden, sind tatsächlich hilfreich.

Und manchmal hat es etwas sehr Tröstliches, sich zurück zu Methoden zu flüchten, die man bereits als Kind in der Familie genießen durfte. So manche Familie hat dann ihre ganz eigenen Rezepte, die bei bestimmten Krankheiten hervorgeholt werden. Wir zeigen dir daher jetzt eine Reihe von bewährten Hausmitteln, die deine Übelkeit mildern können:

Enge Kleidung ausziehen

Manchmal reicht es schon, bei Übelkeit (insbesondere bei aufkommender Übelkeit direkt nach dem Essen) den Gürtel zu öffnen, sodass der Bauch nicht mehr eingeengt wird, oder die Hose ganz auszuziehen und lieber weit sitzende Kleidung anzuziehen.

Raus an die frische Luft

Wenn dir übel wird, versuche dich raus an die frische Luft zu setzen. Aber überanstrenge dich nicht, denn manchmal sind die Beine ganz zittrig, wenn einem nicht gut ist. Nimm dir daher lieber einen Stuhl und setze dich ans offene Fenster oder auf den Balkon bzw. die Terrasse.

Zitrone lutschen

Hebammen geben bei Übelkeit gerne den Tipp, ein Zitronenstück zu lutschen, denn die saure Frucht vertreibt bei manchen das flaue Gefühl im Bauch. Entweder kannst du eine Scheibe direkt lutschen oder ein paar Tropfen Zitronensaft in Wasser aufgelöst trinken.

Apfel und Banane reiben

Ein Tipp aus Omas Küche ist ein Brei aus geriebenem Apfel. Durch das Reiben werden die enthaltenen Pektine freigesetzt. Diese binden im Magen überschüssige Säure und mildern dadurch die Übelkeit. Wenn du Äpfel nicht so magst, kannst du es auch mit Bananen versuchen, denn diese enthalten ebenfalls Pektin. Du kannst auch beide Obstsorten mischen und zu einem Brei verarbeiten, den du dann langsam löffeln kannst.

Ingwer

Die Knolle ist ein gutes Mittel gegen Übelkeit, denn sie enthält Shogoaol und Gingerol. Das Gingerol lindert vielerlei Beschwerden rund um den Magen, wie etwa Übelkeit und Erbrechen. Wer Ingwer mag, kann direkt ein frisches Stück lutschen und leicht darauf herum kauen, sodass der Saft austritt.

Alternativ kann man auch drei Scheiben Ingwer – diese am besten kurz andrücken, damit der Saft gut austritt – mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Das kann man dann warm trinken und für den Geschmack noch etwas Zucker nehmen. Es gibt zudem Ingwer-Bonbons oder auch Tee mit Ingwer zu kaufen.

Wärme

Wohltuende Wärme von außen kann auch bei Übelkeit helfen, denn die Wärme wirkt entspannend und lindert dadurch Schmerzen. Schnell und einfach kannst du das mit einer Wärmflasche machen, die du dir auf den Bauch legst.

Du kannst auch mit einem Wickel arbeiten, beispielsweise mit einem Kamille-WickelDazu bereitest du erst einmal einen kräftigen Kamillentee zu, in den du dann ein Baumwolltuch tunkst. Dieses legst du ausgewrungen auf deinen Bauch und deckst es mit einem zweiten Tuch ab. Um den Wickel zu unterstützen, kannst du obendrauf noch deine Wärmeflasche oder auch ein warmes Kirschkernkissen packen.

Welcher Tee hilft am besten gegen Übelkeit?

Ein Tee ist nicht nur lecker und wärmt fabelhaft von innen, sondern er ist je nach Inhaltsstoffen ein perfektes Getränk, um leichte Beschwerden zu mildern. Bei Übelkeit gibt es eine große Auswahl an Sorten, einige der bekannten und leicht aufzusetzenden, stellen wir jetzt vor:

Kamillentee

Ein Allrounder unter den warmen Getränken ist der Kamillentee. Denn die Kamille zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen, ihre ätherischen Öle beruhigen den Magen, sind schmerzlindernd und entkrampfend. Zudem wirkt die Pflanze antibakteriell, was bei einem verdorbenen Magen durchaus positiv ist. Obendrein unterstützt sie die Regulierung der Magensäure – du siehst, warum man Kamille wirklich im Haus haben sollte für Magen-Darm-Beschwerden.

Pfefferminztee

Der Pfefferminztee entfaltet seine Wirkung, indem er die Magennerven beruhigt und entkrampfend wirkt. Außerdem regt er die Produktion von Galle an, welche bei der Verdauung von Fett benötigt wird. Daher kommt er oftmals nach fettigen Speisen als Abschluss auf den Tisch.

Fenchelsamentee

Fenchel gehört ebenfalls zu den bekannteren Heilpflanzen, denn die enthaltenen ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd, entzündungshemmend sowie krampf- und schleimlösend. Aufgrund dieser Eigenschaften gilt Fencheltee als gutes Mittel bei Magenbeschwerden. Gegen die Übelkeit hilft es, den Fencheltee pur oder als Mischung mit Kümmel und Anis zu trinken. Beide Teesorten kannst du im Laden oder in der Apotheke kaufen und nach den Packungsangaben zubereiten.

Tee mit Kümmelsamen

Kümmelsamen sind ein gutes Mittel gegen das flaue Gefühl im Bauch, denn sie wirken beruhigend und sind zudem verdauungsfördernd. Dazu nimmst du zwei Teelöffel der Samen, zerreibst diese kurz in einem Mörser und kippst die zerstoßenen Samen in deinen Becher. Dann übergießt du diese mit kochendem Wasser und lässt die Mischung 15 Minuten stehen. Danach kannst du den Mix durchseihen und langsam trinken.

Welche Ernährung hilft gegen Übelkeit?

Wem übel ist, der hat sicherlich wenig Lust, etwas zu essen. Doch gerade bei langanhaltender Übelkeit sollte man zwischendurch etwas essen, um genügend Energie zu haben. Trinken kann man stilles Wasser oder einen der genannten Tees, die dann nicht nur den Durst löschen, sondern auch die Übelkeit abmildern können.

Beim Essen sollte man auf kleine Portionen von magenschonenden Lebensmitteln setzen, die teilweise die Übelkeit lindern können. Dazu zählen etwa:

  • Kartoffeln als Kartoffelpüree
  • Haferbrei, mit Wasser gekocht
  • Weich gekochte Nudeln
  • Zwieback
  • Möhrenbrei
  • Apfelbrei
  • Bananenbrei

Verzichten sollte man dagegen auf koffeinhaltige Getränke, Alkohol und Rauchen, um den Magen etwas zu schonen. Auch um zu fettige Gerichte und große Portionen sollten man lieber einen Bogen machen, bis man sich wieder rundum fit fühlt.

Welche Therapie hilft gegen Übelkeit?

Einige physikalische Methoden können ebenfalls eine positive Wirkung bei Übelkeit haben. Daher werden Akupressur, eine Schmerztherapie mit Druckausübung aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Japanischen Medizin (JM) als Maßnahmen empfohlen. Nach der Therorie dieser Heilmethoden sitzen in verschiedenen Körperstellen die sogenannten Körpermeridiane, durch die Lebensenergie fließt. Durch das Drücken dieser Punkte soll zum einen die Selbstheilung aktiviert, zum anderen durch Druck an der richtigen Stelle die zugehörigen Beschwerden gelindert werden.

In der westlichen Welt kennt man die Akupressur als „kleine Schwester“ der Akupunktur. Einer der Körpermeridiane für Übelkeit, der sogenannte Nei-Kuan-Punkt, sitzt an der Innenseite beider Handgelenke. Finden kann man diesen, indem man die drei mittleren Finger auf die Innenseite des Handgelenks legt. Der Punkt befindet sich am Rand des Zeigefingers. Wer diesen ein bis zwei Minuten leicht drückt oder massiert, kann versuchen, so die Übelkeit zu lindern.

Dafür kann man auch sogenannte Akupressur-Armbänder mit einem kleinen Noppen kaufen, die bei Übelkeit helfen können. Diese sind sehr gut für längere Reisen, um Reiseübelkeit zu bekämpfen. Damit deren Wirksamkeit sich richtig entfaltet, sollte an beiden Handgelenken jeweils ein Band getragen werden.

 

Zusammenfassung

Wenn du an Übelkeit leidest, hast du hier eine Fülle an Tipps, von denen dir hoffentlich ein paar helfen können. Achte darauf, was dein Körper dir sagt, und schau dir an, welche der Methoden für dich einfach umzusetzen sind. Denn hier geht es um deine Gesundheit, und du weißt erst einmal am besten, was genau dir gut tut und was du dir und deinem Körper zumuten möchtest.

Wenn deine Übelkeit nicht abklingt, diese schlimmer wird und du keinen Rat mehr weißt, wende dich bitte an deinen Arzt. Dieser kann dir helfen, die Ursache für deine Übelkeit zu finden, denn manchmal steckt hinter dem Warnsignal auch eine ernstere Ursache als schlicht zu viel Essen.

Welche Ursachen das etwa nach einem Essen sein können, kannst du in unserem Beitrag Übelkeit nach dem Essen: Mögliche Ursachen für deinen flauen Magen lesen. Wenn dir nicht nur übel ist, sondern du auch noch Bauchschmerzen hast, kannst du hier Mittel finden, die die Schmerzen lindern können: Hausmittel gegen Bauchschmerzen: Was dir schnell hilft oder auch Tee gegen Bauchschmerzen: Die besten Sorten für jede Schmerzart (interne Verlinkung). Wir wünschen dir viel Erfolg beim Informieren.

Weiterlesen