Gründe für Übelkeit nach Essen, Frau blickt nach unten, Hände vor Mund

Übelkeit nach dem Essen: Mögliche Ursachen für deinen flauen Magen

Mitten beim Essen oder kurz danach wird dir plötzlich übel, so richtig flau im Magen? Das kommt vielen bekannt vor und die Ursachen sind vielfältig. Daher stellen wir dir die wichtigsten vor und zeigen dir, was du gegen die Übelkeit nach dem Essen aktiv machen kannst. Denn diese Übelkeit kann mit geeigneten Mitteln zumeist schnell gelindert werden.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Die Ursachen für Übelkeit während dem Essen 
  • Die Ursachen für Übelkeit nach dem Essen 
  • Die Ursachen für Übelkeit nach fettigem Essen 
  • Die Ursachen für Übelkeit nach Essen in der Schwangerschaft
  • Die Mittel, die du gegen Übelkeit nutzen kannst 

Ursachen für Übelkeit beim oder kurz nach dem Essen

Vor dir steht ein Teller mit deinem Lieblingsgericht. Langsam isst du, Gabel für Gabel, doch mitten beim Essen wird dir plötzlich übel, so richtig flau im Magen. Das Gefühl ist wirklich furchtbar, viele von uns kennen das selbst. Manchmal folgen auf die Übelkeit noch Magenschmerzen und dann Erbrechen, manchmal bleibt auch nur eine Übelkeit, die mal mehr, mal weniger heftig den ganzen Tag beeinflusst.

Doch woher kommt diese Übelkeit während oder kurz nach dem Essen? Genau dieser Frage wollen wir jetzt auf den Grund gehen, denn hier kommen verschiedene Ursachen in Frage. Einige der häufigsten listen wir dir jetzt auf:

Psychische Ursachen

Übelkeit kann durch die Psyche ausgelöst werden, wenn man beispielsweise das Essen, den Vorgang oder die vermeintliche Wirkung des Essens auf den Körper, wie Zunahme, ablehnt. Solche Gedanken können eine Essstörung begünstigen. Zu den Essstörungen gehören Erkrankungen wie Anorexie oder Bulimie. 

Bei einem Verdacht auf eine derartige Erkrankung muss man sich unverzüglich an einen Arzt wenden, denn psychische Erkrankungen gehören in die Hände eines sensiblen und empathischen Fachmanns.

Akute Magen- oder Magen-Darmentzündung

Eine Magenentzündung ist auch als Gastritis bekannt, hierbei ist die Schleimhaut im Magen entzündet. Dies macht sich unter anderem durch Übelkeit bemerkbar. Weitere Symptome sind Magenschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen, Völlegefühl, Sodbrennen, Erbrechen und schwarzer Stuhl. Hier sollte man so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um die Beschwerden rasch zu lindern.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wenn man an einer Unverträglichkeit des Stoffwechsels auf bestimmte Lebensmittel leidet, macht sich diese beim Essen unter anderem durch Übelkeit bemerkbar. Häufige Unverträglichkeiten sind etwa Laktose, Fruktose oder auch Histamin. Diese können mithilfe eines Arztes abgeklärt werden.

Allergien

Allergien sind Fehlleitungen des Immunsystems, das auf eigentlich harmlose Substanzen mit einer heftigen Abwehr reagiert, und können sich beispielsweise beim Verzehr von Lebensmitteln, wie etwa Erdbeeren, durch Übelkeit bemerkbar machen. Hier kann ebenfalls der Arzt helfen, die Ursache zu finden, und Tipps zum Umgang mit der Übelkeit geben.

Folge von Medikamenten

Manche Medikamente lösen als Nebenwirkung Übelkeit aus. Daher sollte man vor der Einnahme gründlich den Beipackzettel studieren und bei Beschwerden nochmals nachschauen, ob diese eventuell bei einem der Medikamente auftreten können.

Medikamente sollten über einen längeren Zeitraum nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Daher ist es hier empfehlenswert, mit dem Arzt zu sprechen, welche Maßnahmen gegen die Beschwerden ergriffen werden können. Manchmal kann das Medikament gewechselt werden oder es gibt ein Mittel, welches die Übelkeit lindert, ohne die Wirkung des ersten Medikaments zu beeinflussen.

Schwangerschaft

Übelkeit ist ein häufiges Symptom bei vielen Schwangerschaften. Gerade in den ersten drei Monaten leiden viele Schwangere an Übelkeit. Zur Klarheit verhilft ein Schwangerschaftstest

Falls tatsächlich eine Schwangerschaft vorliegt, gibt es einige Methoden, welche man anwenden kann, um die Übelkeit zu lindern. Dazu zählen Akupressur-Armbänder, Ingwer, Zitrone lutschen oder auch ein Tee gegen Übelkeit.

Ursachen für Übelkeit eine oder mehrere Stunden nach dem Essen

Manchmal dauert es auch eine Weile, bis nach dem Essen die Übelkeit auftritt. Wenn das bei dir so sein sollte, findest du hier einige häufige Ursachen, die das auslösen können:

Lebensmittelvergiftung

Manchmal wurde bei der Zubereitung der Lebensmittel nicht gründlich genug gearbeitet, sodass beispielsweise giftige Teile von Lebensmitteln verwendet wurden. Der Verzehr von giftigen Lebensmitteln kann zu einer Lebensmittelvergiftung führen, die sich durch Übelkeit bemerkbar macht. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man auch die Infektion durch kontaminiertes Essen, wie etwa verdorbene Speisen, als Lebensmittelvergiftung.

Magengeschwür

Das Magengeschwür zählt zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen und entsteht, wenn die Magensäure die Magenwand angreift. Neben Übelkeit äußert es sich auch durch einen Druck und Schmerzen im Oberbauch. Diese treten während oder nach dem Essen auf. Diagnostizieren lässt sich ein Magengeschwür beim Arzt. Warnsignale sind dunkel gefärbter Stuhl, Müdigkeit und/ oder regelmäßige Beschwerden des Magen-Darm-Trakts.

Magenentleerungsstörung

Bei dieser Störung ist die Magenbewegung eingeschränkt, sodass die Nahrung langsamer verdaut wird und mitunter über Stunden im Magen bleibt. Das löst dann Übelkeit oder auch ein ständiges Völlegefühl aus. Darunter fallen etwa die Verengung des Magenausgangs sowie ein schlaffer oder gelähmter Magen.
Sollte ein Arzt diese Diagnose stellen, ist es an der Zeit für eine Ernährungsumstellung, wie etwa kleinere, fettarme Gerichte und eine größere Trinkmenge.

Zu viel gegessen bzw. überfressen oder auch zu scharf gegessen

Eine typische Ursache für Übelkeit ist auch, wenn man schlicht zu viel gegessen hat. Denn Übelkeit an sich ist ein Warnsignal des Körpers, auf das man hören sollte. Im Regelfall dürfte jeder selbst einschätzen können, ob man vielleicht zu viel oder auch zu scharf gegessen hat. Diese Übelkeit verfliegt im Normalfall von allein, aber zur Linderung kann man die unten genannten Hausmittel nutzen.

Ursachen für Übelkeit nach fettigem Essen

Fettiges Essen ist zumeist sehr lecker, doch es belastet den Magen. Wenn man einen sensiblen Magen hat, kann es durchaus vorkommen, dass einem nach dem Verzehr von fettigem Essen übel wird. Neben einer generellen Empfindlichkeit gegenüber fettigem Essen, kann Übelkeit auch andere Ursachen haben, wie etwa

  • Dehnung der Magenwand
  • Refluxkrankheit/ Sodbrennen
  • Ulkuskrankheit/ Magengeschwür
  • Gallensteine
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Ursachen für Übelkeit nach dem Essen in der Schwangerschaft

Etwa 75 Prozent aller Schwangeren leiden unter Übelkeit. Warum diese Beschwerden sich so hartnäckig zeigen, ist noch nicht endgültig geklärt. Neben der Übelkeit treten auch Schwindel und Müdigkeit auf. Hier ist es gut, wenn man es langsam angehen lässt, sich öfters ausruht und versucht, trotz der Übelkeit regelmäßig zu essen und zu trinken. Experten vermuten den Grund für die Übelkeit wie folgt:

Hormonelle Veränderungen

In der Schwangerschaft ändert sich der Hormonspiegel. Vor allem das Hormon HCG nimmt deutlich zu. In den ersten Wochen ist der Hormonspiegel daher in einem ständigen Auf und Ab, bis er sich zwischen der achten und zehnten Woche auf dem Höhepunkt befindet. Da zu dieser Zeit bei den meisten Schwangeren die Übelkeit deutlich abnimmt, vermutet man einen Zusammenhang zwischen HCG und Übelkeit. Zudem haben Studien wohl gezeigt, dass Schwangere, denen besonders übel war, eine hohe HCG-Konzentration im Blut hatten.

Schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit (Hypermesis gravidarum)

Diese schwere Form liegt vor, wenn sich Betroffene häufiger am Tag übergeben müssen und weder essen noch trinken können. Da hierbei wichtige Stoffe verloren gehen und durch das Ausbleiben von Essen eventuell nicht mehr nachkommen, ist es ratsam, wenn die Betroffenen einen Arzt aufsuchen, um sich beraten zu lassen.

Was tun gegen Übelkeit nach dem Essen?

So viele Ursachen können für die Übelkeit nach dem Essen sorgen, doch was hilft denn nun eigentlich, wenn man sich flau im Magen fühlt? Für diese Beschwerden gibt es unterschiedliche Methoden. Wovon das abhängt, zeigt der erste Abschnitt.

Identifizierung der Ursache beim Arzt

Sobald die Übelkeit häufiger auftritt, nicht nachlässt und andere Beschwerden hinzukommen, sollte man einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären. Denn die Übelkeit ist ein Warnsignal, dem man Beachtung schenken sollte. Erst wenn der Arzt identifiziert, warum die Übelkeit auftritt, kann man an die Wahl eines geeigneten Medikaments denken.

Medikamente

Medikamente, die gegen Übelkeit und Erbrechen helfen sollen, werden als Antiemetika bezeichnet. Hier werden beispielsweise die Wirkstoff Tropisetron und Diphenhydramin eingesetzt. Diese nimmt man zumeist als Tablette auf. In manchen der Medikamente wird zusätzlich Paracetamol zur Schmerzlinderung und zum Senken von Fieber eingesetzt. Lässt die Übelkeit keine Einnahme z.B. von Tabletten zu, kann der Arzt auch ein geeignetes Antiemetikum spritzen.

Hausmittel gegen Übelkeit

Gegen Übelkeit helfen verschiedene Hausmittel, wie etwa eine warme Tasse Pfefferminztee oder Kamillentee. Aber auch Ingwertee kann lindernd wirken. Wer es ganz scharf mag, kann auch ein kleines Stückchen frischen oder kandierten Ingwer lutschen oder kauen. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann die Übelkeit vertreiben. Wenn man sich zu schwach dafür fühlt, hilft auch das Ausruhen an der frischen Luft, wie etwa auf dem Balkon. Ein paar Tropfen Zitronensaft im Wasser aufzulösen und zu trinken, kann ebenfalls gut tun. Wer Saures mag, kann auch auf der Zitronenscheibe lutschen. Zu guter Letzt gibt es noch den Tipp, ein wenig Möhrenbrei zu löffeln, denn die Ballaststoffe binden Gifte im Darm. Das kann auch eine Übelkeit schnell abklingen lassen.

Ernährung umstellen

Bei einer Übelkeit nach dem Essen ist es naheliegend, die eigenen Essensgewohnheiten zu überdenken. Wer häufig zu viel, zu scharf, zu fett oder zu ballaststoffreich isst, kann mit einer Umstellung die Übelkeit ausschalten. Dabei ist es ratsam, auf kleinere Mahlzeiten zu achten, viel zu trinken, wenig oder keinen Alkohol zu trinken und auf magenfreundliche Lebensmittel zu setzen. Dazu zählen leicht verdauliche Kost wie Huhn, Kartoffeln oder auch Möhren und Zucchini.

Zusammenfassung

Übelkeit nach dem Essen tritt häufig auf und kann verschiedene Ursachen haben. Wer sich nicht sicher ist, warum ihm nun ganz flau im Magen wird, der tut gut daran, den Hausarzt aufzusuchen. Denn der Fachmann kann ernstere Erkrankungen ausschließen und eine sichere Diagnose treffen, sodass man genau weiß, wie man die Übelkeit zu deuten hat.

Denn Übelkeit ist ein Warnsignal und dieses sollte man beachten. Natürlich kann man diese trotzdem lindern, wie etwa mit Medikamenten mit den Wirkstoffen Tropisetron und Diphenhydramin oder mit Hausmitteln  wie beispielsweise einem Ingwertee.

Denn eines ist ganz sicher: Wenn man sich unwohl fühlt, sollte man herausfinden, warum, und wie man dieses Unwohlsein bekämpfen kann, um so wieder ein Mehr an Lebensqualität zurückzugewinnen. Das kann man auch, indem man sich rund um den Magen-Darm-Trakt informiert. Daher berichten wir über wichtige Themen, wie etwa die perfekte Ernährung für eine gesunde Darmflora oder auch Magen und Darm entspannen: Techniken, Hausmittel und Medikamente.

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