verschiedene Präparate

Nahrungsergänzungsmittel: Alles, was du wissen musst

Nahrungsergänzungsmittel sind überall. Nicht nur Apotheken, sondern auch Discounter, Drogeriemärkte und zahlreiche Online Shops bieten heutzutage die unterschiedlichsten Präparate an. Da kommt schnell die Frage auf, ob diese Tabletten, Kapseln und Pülverchen überhaupt sinnvoll sind. Erfahre hier, worauf es beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln ankommt und was bei der Einnahme zu beachten ist. Außerdem stellen wir die Alternativen vor, mit denen du vielleicht gar nicht erst zu ihnen greifen musst.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was Nahrungsergänzungsmittel überhaupt sind
  • Welche Arten von Nahrungsergänzungsmitteln es gibt
  • Worauf du beim Kauf achten solltest
  • Wie du seriöse von unseriösen Herstellern unterscheidest
  • Worauf du bei der Einnahme achten solltest
  • Welche Alternativen es zu Nahrungsergänzungsmitteln gibt

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sind auf dem deutschen Markt beliebter als je zuvor. Im Jahr 2018 wurden rund 225 Millionen Packungen verkauft, was einem Umsatz von 1,44 Milliarden Euro entspricht und die Tendenz ist steigend. Es handelt sich dabei per Definition um ein Lebensmittel, das dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen und in Form eines Nährstoffkonzentrates vorliegt.

Nicht jeder Stoff darf als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestimmt, welche Substanzen zulässig sind und in welchen Mengen diese enthalten sein dürfen. Zusätzlich gibt es in den meisten europäischen Ländern auch noch nationale Bestimmungen. Keineswegs dürfen Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Krankheiten oder Nährstoffmängeln eingesetzt werden.

Für diese Fälle sind Arzneimittel vorgesehen. Außerdem gibt es noch eine Kategorie von Produkten, die du vielleicht als „diätetische Lebensmittel“ kennst. Hier handelt es sich rechtlich um Lebensmittel, die bei einem besonderen medizinisch begründeten Bedarf Verwendung finden, z.B. zur besonderen Ernährung bei bestimmten Erkrankungen.

Der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel

Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln brauchen Arzneimittel eine behördlich erteilte Zulassung. Diese Zulassung regelt auch, ob das Arzneimittel verschreibungspflichtig, apothekenpflichtig oder freiverkäuflich ist, d.h., auch außerhalb einer Apotheke verkauft werden darf. Diese Zulassung entfällt für Nahrungsergänzungsmittel, wodurch sie – ebenso wie freiverkäufliche Arzneimittel – nicht apothekenpflichtig sind.

Ein Beispiel: Eine bestimmte Sorte Kapseln mit 300 mg Vitamin C ist als Arzneimittel zur Behandlung und Vorbeugung von Vitamin C-Mangelerscheinungen zugelassen. Das bedeutet, dass die klinische Wirkung für den Zweck der Behandlung zuvor in Studien nachgewiesen werden musste, um die Arzneimittelzulassung zu erhalten.

Ein anderes Präparat enthält ebenfalls 300 mg Vitamin C, dient laut Verwendungszweck jedoch nicht zur Behandlung oder Vorbeugung eines Mangels, sondern zur Versorgung mit Vitamin C. Hierbei handelt es sich per Definition folglich nicht um ein Arzneimittel, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel.

Verwirrt? Da bist Du nicht allein! Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht nur die Inhaltsstoffe und deren Konzentration ausschlaggebend für den Status eines Produktes sind, sondern auch der Verwendungszweck. Nahrungsergänzungsmittel sind zudem nicht dazu gedacht, eine gesunde Ernährung zu ersetzen, sondern sie sollen diese nur ergänzen.

Gesundheitsversprechen

Viele Nahrungsergänzungsmittel werden mit gesundheitsbezogenen Aussagen versehen, wie beispielsweise “Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei”. Diese Aussagen sind ebenfalls durch die EFSA streng geregelt und dürfen nicht beliebig durch den Hersteller gewählt werden.

Einige Inhaltsstoffe wie beispielsweise probiotische Bakterien dürfen zwar in Präparaten enthalten sein, jedoch hat die EFSA für diese bislang noch keine Aussagen über deren Wirkung genehmigt. Durch diese Vorschriften soll gewährleistet werden, dass alle auf dem Markt erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel sicher sind und die Verbraucher gleichzeitig nicht mit fälschlichen Versprechen über ihre Wirksamkeit in die Irre geführt werden.

Welche Arten von Nahrungsergänzungsmitteln gibt es?

Die Palette an Nährstoffen und weiteren Zutaten in Nahrungsergänzungsmitteln ist breit. Die bekanntesten sind

-    Vitamine wie Vitamin C
-    Mineralstoffe wie Zink, Silizium, Selen und Kalium
-    Aminosäuren bzw. Eiweiß/Protein
-    essentielle Fettsäuren wie Omega 3-Fettsäuren
-    Ballaststoffe
-    Pflanzen- und Kräuterextrakte
-    weitere Inhaltsstoffe wie Algen oder probiotische Kulturen

Eine detaillierte Auflistung der Arten von Nahrungsergänzungsmitteln findest du im Artikel “Mikronährstoff-Liste”.

Probiotische Nahrungsergänzungsmittel

Hierbei handelt es sich um Präparate, die lebende Mikroorganismen enthalten, welche deine Darmflora stärken sollen. Wissenschaftlich ist allerdings noch nicht erwiesen, dass die Einnahme von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln wirklich etwas im Sinne einer Nahrungsergänzung bringt. Es gibt ebenfalls Arzneimittel mit probiotischen Organismen. Diese haben eine Zulassung und sind zur Behandlung bestimmter Erkrankungen bestimmt.

Natürliche Nahrungsergänzungsmittel

Der Trend geht immer mehr in die Richtung, dass bestimmte besonders nährstoffreiche Lebensmittel getrocknet oder anderweitig verarbeitet und als sogenannte natürliche Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Bekannte Vertreter sind beispielsweise Algen, Acerola oder Kurkuma. Oftmals dienen die natürlichen Extrakte oder Konzentrate einfach als Quelle für bestimmte Nährstoffe wie z.B. Extrakte aus Acerola als natürliche Quelle für Vitamin C.

Nahrungsergänzungsmittel: Schale mit Kurkuma und KurkumatablettenWegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung wird Kurkumapulver als natürliches Nahrungsergänzungsmitteln in Kapseln angeboten.

Ist eine Nahrungsergänzung medizinisch nötig bzw. sinnvoll?

Die Frage, ob eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, da zahlreiche individuelle Faktoren von Bedeutung sind.

Eine große Rolle spielt beispielsweise die Ernährung. Personen, die einer bestimmten Ernährungsform folgen, wie beispielsweise Veganer, oder Personen, die sich eher einseitig ernähren, können von einer Supplementierung (Ergänzung) mit spezifischen Nährstoffen profitieren. Einige Nährstoffe wie etwa das Vitamin B12 sind nur in tierischen Produkten in ausreichend großer Menge enthalten. Strenge Veganer können mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln leicht ihren täglichen Bedarf an diesem Vitamin decken.

Sicher kennst du das: die Grippewelle naht und deswegen achtest du auf eine gesunde Ernährung mit vielen Nährstoffen, die deine Abwehrkräfte unterstützen. Das heißt, du hast einen besonderen Bedarf an diesen Nährstoffen. Aber statt nun täglich 5 Orangen für ausreichend Vitamin C und ein extra Stück Fleisch für die tägliche Portion Zink zu verdrücken, kannst du deinen Bedarf leicht mit einem entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel decken. Jedoch gibt es hier keine universelle Empfehlung, da jeder Körper anders ist und individuelle Ansprüche hat.

Nahrungsergänzungsmittel: Vitamin-B12-Tabletten auf einem Tisch.Vitamin B12 ist fast nur in tierischen Produkten enthalten. Vegetarier und Veganer sollten deshalb ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Genauere Informationen zu diesem Thema sowie Antworten auf die Frage, ob und wann Nahrungsergänzungsmittel gefährlich sein können, erhältst du im Artikel “Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll oder schädlich?”.

Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel und wer nicht?

Auch für bestimmte Personengruppen kann die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Beispielsweise haben werdende Mütter in ihrer Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen, sodass eine Supplementierung mit ausgewählten Präparaten sinnvoll sein kann. Im Artikel “Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft” wird dies näher aufgegriffen.

Häufig kommt auch die Frage auf, ob Nahrungsergänzungsmittel bei Depressionen eingesetzt werden können. Dies wird in unserem Beitrag “Nahrungsergänzungsmittel bei Depressionen” erläutert.

Wer abnehmen möchte und sich für den Fettabbau Unterstützung durch bestimmte Präparate verspricht, findet Antworten dazu im Artikel “Nahrungsergänzungsmittel fürs Abnehmen”.

Gleichzeitig kann man durch die Einnahme von essentiellen Aminosäuren und verschiedenen Proteinen beim Muskelaufbau nachhelfen, was jedoch nur bei ausreichendem und gut durchdachtem Training sinnvoll ist. Alleine durch die Einnahme der Präparate werden bei wenig körperlicher Aktivität die Muskeln nicht wachsen und auch die Fitness wird sich nicht verbessern.

Im Normalfall ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln jedoch nicht unbedingt notwendig bzw. sinnvoll. Vor allem das Prinzip “mehr hilft mehr” ist in diesem Falle absolut falsch und kann unter Umständen sogar zu Nebenwirkungen führen. Das gilt übrigens auch für eine falsche Ernährung im Allgemeinen!

Nahrungsergänzungsmittel: Worauf musst du achten?

Da mittlerweile die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln groß ist, fällt schon die Kaufentscheidung oft schwer. Um das richtige Produkt für dich zu finden, solltest du auf die folgenden Punkte achten.

1.    Unterscheide zwischen seriösen und unseriösen Anbietern

Um seriöse von unseriösen Herstellern unterscheiden zu können, ist es beim Kauf zunächst einmal wichtig, auf die Herkunft des Produktes zu achten. Bestenfalls sollte es in Deutschland oder einem anderen EU-Land produziert worden sein, da hier die Qualitätsvorgaben zur Herstellung besonders hoch sind. Auch freiwillige Angaben auf der Website des Herstellers über Produktionsverfahren und unabhängige Laboranalysen können Aufschluss über seine Seriosität geben.

2.    Ist das Produkt ein Mono- oder Multipräparat?

In der Regel befindet sich die Angabe darüber schon auf der Vorderseite der Verpackung. Beispielsweise wird Eisen oftmals mit Vitamin C oder weiteren Mikronährstoffen kombiniert. Ein Blick auf die Zutatenliste enthüllt letztlich genau, ob es sich um ein Monopräparat mit nur einem Wirkstoff handelt, oder ob zusätzliche Wirkstoffe enthalten sind, die in Kombination möglicherweise besser vom Körper verwertet werden können.

Das Stichwort hierzu ist Bioverfügbarkeit. Je größer diese ist, desto besser kann ein Stoff vom Körper aufgenommen werden und bei Multipräparaten ist dies oftmals der Fall. Je nach Bedarf, Person und Situation können sowohl Kombinationen bestimmter Nährstoffe, aber auch einzelne Nährstoffe, die gezielt ergänzt werden, sinnvoll sein.

3.    Enthält die Zutatenliste Inhaltsstoffe, die möglicherweise überflüssig sind?

Auch weitere Inhaltsstoffe sollten in jedem Präparat vor dem Kauf und der Einnahme überprüft werden. Beispielsweise sind Süßstoffe oftmals überflüssig und sollten dann nicht im Präparat enthalten sein, da sie nur dem Geschmack dienen, für den Körper und dein Wohlbefinden jedoch keineswegs förderlich sind. Andererseits ist eine Brausetablette mit Magnesium so bitter, dass diese ohne geschmacksverbessernde Zutaten nicht einnehmbar wäre.

Es kommt also immer auf den Zweck und deine Vorliebe an. Wenn dir das Schlucken von Kapseln und Tabletten Schwierigkeiten bereitet, ist die Zufuhr über ein erfrischendes Getränk aus einer Brausetablette angenehmer.

Wenn dir beim Lesen der Zutatenliste auffällige Begriffe wie “Titandioxid” auffallen, recherchiere lieber einmal genauer, worum es sich dabei handelt. Titandioxid wird vor allem eingesetzt, um das Produkt optisch aufzuwerten, ist dabei allerdings gesundheitlich umstritten und hat in einem hochwertigen Produkt eher nichts zu suchen.

4.    Welche Dosierung hat das Präparat?

Es gibt für die meisten Nährstoffe Referenzmengen, die beschreiben, welche Menge eines Stoffes für einen erwachsenen Menschen pro Tag empfohlen wird. Jedes Nahrungsergänzungsmittel hat eine empfohlene Tagesdosis und es muss eine Angabe enthalten, aus der hervorgeht, wie viel Prozent der Referenzmenge durch diese empfohlene Dosierung gedeckt wird.

Mehr als 100% sollten in der Regel vermieden werden und im Normalfall darf es sogar weniger sein, da durch eine ausgewogene Ernährung bereits der größte Anteil gedeckt sein sollte.

Wenn du dir unsicher bist, ob die Dosierung deines Nahrungsergänzungsmittels zu hoch ist, kannst du dich an den Höchstmengenempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe des Bundesinstituts für Risikobewertung orientieren.

5.    Stehen auf der Packung bestimmte Hinweise, die für dich relevant sein könnten?

Es kann sein, dass bestimmten Personengruppen wie Schwangeren oder Kindern von einer Einnahme abgeraten wird oder dass andere wichtige Hinweise zur Einnahme beschrieben werden. Schaue dir die Verpackung und, falls enthalten, den Beipackzettel genau an. Beispielsweise sollten Schwangere Produkte mit Vitamin A meiden, da eine Überdosierung mit diesem Vitamin fruchtschädigend sein kann.

Daher sollten Schwangere lieber zu Produkten greifen, die statt Vitamin A ein Carotin enthalten. Carotine sind Vorstufen von Vitamin A, die der Körper selbst nach Bedarf in das aktive Vitamin umwandelt. So wird eine Überdosierung vermieden.

6.    Nimmst du Medikamente?

Es kann sein, dass es zu Wechselwirkungen kommt, wenn Nahrungsergänzungsmittel mit Medikamenten zusammen eingenommen werden. Frage deshalb deinen Arzt, ob du etwas bei der Einnahme deiner Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel beachten solltest. Ein bekanntes Beispiel ist die Wechselwirkung von Vitamin K und bestimmten blutverdünnenden Medikamenten.

Worauf solltest du bei der Einnahme achten?

Da es sich bei Nahrungsergänzungsmitteln um Lebensmittel handelt, musst du die gleichen Dinge beachten wie bei „normalen“ Nahrungsmitteln.

  • Bestimmte Medikamente beispielsweise sollten nicht gleichzeitig mit Mahlzeiten oder bestimmten Nährstoffen aufgenommen werden. Achte also auf Angaben zu deinen Medikamenten, falls du welche einnimmst.
  • Zwischen vielen Stoffen können Wechselwirkungen auftreten. Die Wirksamkeit eines Arzneimittels kann durch die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sowohl steigen als auch eingeschränkt werden.

Wenn du mit der Einnahme eines neuen Nahrungsergänzungsmittels beginnst, dann achte in den nächsten Tagen und Wochen auf mögliche Veränderungen deiner Verdauung oder anderer Aspekte.

  • Beispielsweise können bestimmte Ballaststoffe oder auch Mineralstoffe zu Veränderungen deiner Darmtätigkeit führen. Z.B. ist bekannt, dass Magnesium häufig zu einem weicheren Stuhl führt.
  • Je nach enthaltenem Inhaltsstoff muss auf solche möglichen Effekte auf der Verpackung hingewiesen werden.
  • Insbesondere bei einer Überdosierung, aber in einzelnen Fällen auch bei einer empfohlenen Einnahme, kann es sein, dass das Präparat nicht gut vertragen wird.
  • Typische Nebenwirkungen sind Durchfall, Blähungen, Verstopfung oder Übelkeit. Darüber hinaus können auch andere Symptome eintreten. Falls dies bei dir der Fall ist, solltest du die Einnahme am besten beenden oder reduzieren, oder alternativ mit einem Arzt über die Nebenwirkungen sprechen.

Wie findest du heraus, ob ein Nahrungsergänzungsmittel das richtige für dich ist?

Wenn du alle oben genannten Punkte abgeklärt hast und weißt, wann und wie du dein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen solltest, dann kannst du mit der Einnahme starten. Achte in den folgenden Stunden und Tagen genau auf Signale deines Körpers und ob du positive oder negative Veränderungen bemerkst.

Jedoch kann der gewünschte Effekt in bestimmten Fällen, z.B. wenn man ein Nahrungsergänzungsmittel für Haut oder Haare einnimmt, erst nach mehreren Monaten der Einnahme sichtbar werden.

Nahrungsergänzungsmittel: Ehepaar kauft frisches Gemüse einNahrungsergänzungsmittel dienen nur der Ergänzung und können keine ausgewogene Ernährung mit gesunden Lebensmitteln ersetzen.

Hast du das Gefühl, dass du das Nahrungsergänzungsmittel gut verträgst und es dir  gut tut, dann hast du das richtige Produkt für dich gefunden.

Solltest du hingegen Effekte bemerken, die sich nach der Einnahme in einem zeitlichen Rahmen von wenigen Minuten bis hin zu einem Tag bemerkbar machen, dann solltest du entweder die Dosierung reduzieren oder die Einnahme gänzlich beenden. Geht es dir sehr schlecht, dann frage deinen Arzt um Rat.

Welche Alternativen gibt es?

In vielen Fällen kann man durch kleine Tricks und Umstellungen der Ernährung und bestimmter Verhaltensweisen schon vieles bewirken, ohne mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen zu müssen. Ein gesunder, aktiver Lebensstil hilft in vielen Fällen schon, um auch ohne Präparate fit und gesund durch den Alltag zu gehen.

Was kannst du tun, um dich gesünder zu ernähren?

Zunächst einmal sollte dir bewusst sein, dass durch eine ausgewogene Ernährung die Grundlage für ein gut gedecktes Nährstoffprofil gesetzt wird.

  • Ernähre dich möglichst vielfältig und greife dabei vor allem auf naturbelassene Produkte wie frisches Obst und vor allem Gemüse in allen möglichen Farben zurück. Auf diese Weise nimmst du zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe zu dir, die im Gegensatz zu manch einer Tablette sehr gut vom Körper aufgenommen werden können.
  • Gleichzeitig sollten Fertigprodukte und Lebensmittel, die stark behandelt wurden und daher lange Zutatenlisten haben, im besten Falle gar nicht erst ins Haus kommen.
  • Vermeide Zucker, wo es geht und verzichte weitestgehend auf einfache Kohlenhydrate wie Weizenbrötchen oder Nudeln.
  • Baue stattdessen komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte und ausreichend Gemüse in deinen Speiseplan ein. Dadurch integrierst du automatisch genügend Ballaststoffe, die nicht nur deiner Verdauung, sondern auch deiner Darmflora gut tun.
  • Geht es den Bakterien in deinem Darm gut, dann merkst du das auch an deinem Wohlbefinden. Umgekehrt wird eine schlechte Darmflora oft mit Unwohlsein und anderen Symptomen verbunden. Wenn du mehr darüber lesen möchtest, empfehlen wir dir den Artikel “Wie Darmbakterien deine Gesundheit beeinflussen”.
  • Neben den Mikronährstoffen ist auch eine ausreichende Zufuhr an Proteinen (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu) und guten Fetten (fetter Fisch, Avocado, Nüsse, Olivenöl) wichtig.

Welchen Einfluss auf dein inneres Wohlbefinden kannst du außerdem nehmen?

Es gibt einige weitere relevante Aspekte, die eine große Rolle in Bezug auf unser geistiges und körperliches Wohlbefinden spielen.

Intervallfasten

Das Intervallfasten hat mittlerweile in vielen Teilen der Welt große Anerkennung gefunden. Hier verzichtest du für eine bestimmte Anzahl an Stunden auf die Zufuhr von Nahrung und kalorienhaltigen Getränken. Dadurch, dass du deinem Körper längere Essenspausen gibst, können wichtige Prozesse reguliert werden, die ansonsten durch die Verdauung und Blutzuckerschwankungen nicht stattfinden können.

Dadurch hat das Intervallfasten erwiesenermaßen viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit, sodass die meisten Menschen sich fitter und gesünder fühlen. Mehr zu diesem spannenden Thema und alles, was es dabei zu beachten gibt, findest du in diesem Artikel zum Intervallfasten.

Bewegung

Neben der richtigen Ernährung und einem guten Timing des Essens spielt auch die Bewegung eine wesentliche Rolle für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Daher solltest du täglich Sport treiben oder anderweitig körperlich aktiv sein.

Wenn du so gar keine Lust auf Sport hast oder dein Zeitplan es einfach nicht zulässt, dann haben wir in unserem Artikel “Schweinehund überwinden? Es geht auch einfacher!” simple Tricks zusammengestellt wie du auch ohne Sport mehr Bewegung in deinen Alltag integrieren kannst.

Schlaf: Ein oft unterschätzter Faktor

Die enorme Wichtigkeit von tiefem, erholsamen Schlaf ist vielen Menschen leider gar nicht so bewusst. Während des Schlafes finden zahlreiche Reparaturprozesse in den Zellen statt und der Körper regeneriert. Wer zu wenig schläft oder unter Schlafstörungen leidet, wird das über Kurz oder Lang im täglichen Leben zu spüren bekommen.

Deshalb ist es wichtig, dieses Thema ernst zu nehmen und einen qualitativ guten Schlaf anzustreben. Wenn du unter Schlafstörungen leidest, können dir auch verschiedene Hausmittel helfen.

Nahrungsergänzungsmittel - nehmen oder nicht?

Wie du nun wissen solltest, sind Nahrungsergänzungsmittel ein Konzentrat an bestimmten Nährstoffen, die zusätzlich zur Ernährung eingenommen werden können, was jedoch nicht bedeutet, dass sie immer sinnvoll sind.

Viele Menschen denken, dass sie sich durch die Einnahme von Multivitaminpräparaten etwas Gutes tun. Dabei ist das oftmals nicht der Fall, da sie über eine gesunde und ausgewogene Ernährung bereits genügend dieser Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen könnten. Im Gegenteil kann ein Zuviel an bestimmten Mikronährstoffen sogar schädlich sein.

Eine gesunde Ernährung steht also an erster Stelle. Sie sollte aus viel frischem Obst und Gemüse sowie weiteren unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen. Vor allem Gemüse und Vollkornprodukte liefern wertvolle Ballaststoffe, die dem Darm gut tun und somit unmittelbaren Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Übrigens ist das Essen vor dem Fernseher oder während des Arbeitens nicht ratsam. Wie du achtsam isst erfährst du in diesem Artikel.

Zuletzt sind auch Bewegung, guter Schlaf und Stressmanagement Faktoren, die Gesundheit und Wohlbefinden unmittelbar beeinflussen. Um mit Alltagsstress ganz einfach umgehen zu können, kannst du es mal mit Meditation probieren. In diesem Artikel stellen wir dir 5 Übungen zum Abschalten vor.

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